Der frisch gewählte Vorstand: (v. l.) Alexander Strobl (Beisitzer), das Sprecher-Duo Verena Kuch und Alfred Wagner, Helga Brandstetter und Michael Stanglmaier (beide Beisitzer) sowie Schatzmeisterin Sylvia Ripper.
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Der frisch gewählte Vorstand: (v. l.) Alexander Strobl (Beisitzer), das Sprecher-Duo Verena Kuch und Alfred Wagner, Helga Brandstetter und Michael Stanglmaier (beide Beisitzer) sowie Schatzmeisterin Sylvia Ripper.

Neuwahlen

Prächtige Laune und neue Köpfe: Moosburgs Grüne spüren viel Rückenwind

  • Armin Forster
    VonArmin Forster
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Erfolge bei der Landtagswahl und in der Stadtpolitik verleihen Moosburgs Grünen Rückenwind. Den Jahresabschluss haben sie genutzt, um sich personell neu aufzustellen, verdiente Mitglieder zu ehren und die Kommunalwahl 2020 in den Fokus zu rücken.

Moosburg – Die guten Wahlergebnisse haben das Selbstbewusstsein der Moosburger Grünen gestärkt – das war am Mittwoch allgegenwärtig: So gut gelaunt und locker wie seit Jahren nicht mehr ging dort die Jahreshauptversammlung über die Bühne. Mann des Abends war – klar: Johannes Becher. Dass es ihr „Jojo“ zum neuen Landtagsabgeordneten geschafft hat, sorgte für viel Applaus im TSV-Neustadt-Heim.

Becher war es dann auch, der durch den Abend führte. Mit Rede-geübter Stimme verkündete er, dass die Ortsgruppe im abgelaufenen Jahr drei Neumitglieder begrüßen durfte. In seinem Vorstandsbericht, den er auch im Namen der stimmlich lädierten Co-Vorsitzenden Helga Brandstetter ablegte, beschrieb er ein arbeitsreiches Jahr, das für alle große Anstrengungen bedeutet hätte. Egal ob beim Faschingsumzug, bei dem man mit dem Slogan „Lebst du noch oder parkst du schon“ die Plan-Parkplatz-Debatte aufs Korn genommen hatte, der Mahnwache zu Tschernobyl oder der Aufarbeitung der jüngsten MVV-Reformpläne – um nur einige Beispiele zu nennen – hätten sich „alle abgestrampelt“, so Becher.

Dass man bei der Landtagswahl in Moosburg 20 Prozent der Zweitstimmen und 30 Prozent der Erststimmen errungen und sogar CSU-Minister Florian Herrmann besiegt habe, „war schon sensationell“. Er dankte allen, die ihm im Wahlkampf den Rücken freigehalten und zum Erfolg beigetragen hätten – und berichtete aus den ersten Wochen seines neuen Amts.

Treue Grüne: Für jeweils 30 Jahre Mitgliedschaft im Moosburger Ortsverband wurden Michael Stanglmaier und Helmut Tischer von Toni Wollschläger (v. r.) geehrt.

Zwei wurden an diesem Abend besonders gewürdigt: Helmut Tischer, seit 30 Jahren im Ortsverband, für seinen unermüdlichen Einsatz im Hintergrund. Unter anderem als Homepage-Verwalter sei er stets einer der Ersten, die zupackten, wenn Arbeit anstünde. Auch Michael Stanglmaier ist seit 30 Jahren dabei. Laudator Toni Wollschläger würdigte den Stadt- und Kreisrat sowie 3. Bürgermeister als „Homo Politicus im wahrsten Sinne des Wortes“. Er lebe Politik mit allen Sinnen, Herz und Verstand. Ihm sei die Sache wichtiger als die Schlagzeile – und ohne ihn hätten es Moosburgs Grüne nicht so weit gebracht.

Stanglmaier berichtete aus dem Stadtrat von vielen Erfolgen, die man sich als Grünen-Fraktion auf die Fahne schreiben könne. Etwa die Beharrlichkeit beim Thema Sozialer Wohnungsbau, die Förderung des Klimaschutzes und der Radwege. „Man sieht, was man erreichen kann, wenn man beharrlich ist“, so Stanglmaier. Mit dieser Devise wolle man auch in Richtung Kommunalwahl 2020 blicken, möglichst viele Kandidaten aufstellen und starke Ergebnisse einfahren. Bei den Vorstandswahlen wurden Verena Kuch sowie Stadtrat und Neumitglied Alfred Wagner zu Ortssprechern gekürt. Johannes Becher und Helga Brandstetter waren nicht mehr angetreten.

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