Stabübergabe: Michael Hilberg (l.) hat den Moosburger Stadtrat verlassen. Sein Nachfolger, Ludwig Haberl, wird am 22. November vereidigt.
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Stabübergabe: Michael Hilberg (l.) hat den Moosburger Stadtrat verlassen. Sein Nachfolger, Ludwig Haberl, wird am 22. November vereidigt.

Stabübergabe bei den UMB

Der Problemlöser wird zum Stadtrat: Ludwig Haberl folgt auf Michael Hilberg

  • Armin Forster
    VonArmin Forster
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Nun steht fest, wer auf den zurückgetretenen UMB-Stadtrat Michael Hilberg folgt: Ludwig Haberl zieht in das Gremium ein. Wir stellen ihn vor.

Moosburg – Vielen Moosburgern muss man Ludwig Haberl gar nicht erst vorstellen, so bekannt ist der 61-Jährige in der Stadt. Künftig wird man noch mehr von ihm hören: Haberl rückt für den zurückgetretenen UMB-Stadtrat Michael Hilberg ins Gremium nach. Am 22. November wird er vereidigt. Für all jene, denen der selbstständige Mechanikermeister noch kein Begriff war, folgt nun ein Kurzporträt.

Haberl hat sich in der Region vor allem einen Namen als Allrounder und Problemlöser gemacht. Mit seiner pragmatischen Natur, seiner Kompetenz im Bereich Mechanik, Erdbau und Abbruch, aber auch der gut bestückten Werkstatt war er schon oft Retter in der Not. Eine Anekdote aus der jüngeren Stadtgeschichte veranschaulicht es wohl ganz treffend:

Es war zu Beginn der Bauarbeiten für die neue Isarbrücke. Eine Spezialfirma untertunnelte mit einem Bohrer die Isar, dort sollten später die Versorgungsleitungen entlanglaufen. Doch dann herrschte plötzlich Stillstand: Der Bohrkopf steckte fest, in neun Metern Tiefe, drei Meter unter Wasser. Die Firma wusste nicht weiter. Der Zeitplan des Mega-Baus schien in Gefahr, was höhere Kosten und längere Behinderungen bedeutet hätte. Vize-Bürgermeister Josef Dollinger war es, der spontan Haberl anrief und ihn um Hilfe bat.

Haberl nahm die Herausforderung an - nach zwei Stunden war der Bohrkopf frei

Der war da gerade im Urlaub. Nach seiner Rückkehr sammelte ihn Dollinger ins Auto ein, gemeinsam ging’s zur Brückenbaustelle, die Lage sondieren. Und Haberl nahm die Herausforderung an. Ein Wochenende lang richtete er seine Geräte her und baute eine Konstruktion zusammen. Nach zwei Stunden am Werk war der Bohrkopf wieder frei. „Mein Glück war es einfach, den passenden Bagger und die Verlängerung zu haben“, sagt er rückblickend. „Ich wusste, damit hab’ ich eine Chance.“

Es war aber wohl eher seine Grundmotivation, die zum Erfolg führte. Schon in der Stadtratswahl 2014 trat er nämlich mit dem Leitspruch an: „Bei Problemen zupacken – immer eine Lösung finden“. Nun hat er Gelegenheit, diesen Pragmatismus auf die Stadtpolitik zu übertragen. Haberl sagt zu seinem Nachrücken: „Ich mache das nicht zum persönlichen Spaß, Arbeit hätte ich genug.“ Er sei aber auch jemand, „der sich nicht vor der Verantwortung drückt“.

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