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Proklamation in allerletzter Minute

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Quasi aus dem Hut gezaubert: Prinzessin Nadine I. und Prinz Ludwig I. bei ihrer Proklamation. © Fischer

Mehr auf die Folter spannen ging nicht. Nicht, wenn man das neue Prinzenpaar, wie üblich, bis 23.11 Uhr vorstellen wollte. Am Ende klappte die Proklamation freilich. Und wie: Der Jubel kannte keine Grenzen, als ihre Lieblichkeit Prinzessin Nadine I und Prinz Ludwig I. ins Rampenlicht traten.

Moosburg – „Hey Prinzenpaar!“, scherzte Hoffotograf Michael Hopfensberger, als er weit vor der Proklamation Pärchen für Pärchen vor dem Narrhalla-Logo im Foyer der Schäfflerhalle ablichtete. Gut möglich, dass Prinzessin Nadine I. vom Schlüssel zum Wohnglück und Prinz Ludwig I. von Fliesen und Sanierung auch darunter waren. Zu diesem Zeitpunkt war das Geheimnis, wer heuer in der Dreirosenstadt das Narrenzepter schwingt noch lange nicht gelüftet.

Gerade waren Garde, die Funky Dancing Teens, die Little Dream Hoppers und der Elferrat in den auf magische italienische Momente, sprich auf „Festa del Vino“ getrimmten Festsaal eingezogen. Ein beeindruckender Anblick: Es standen gut 70 sichtlich vom Fasching begeisterte junge Leute vor der Bühne.

Moderator Hans Dietl stellte zufrieden fest: „Um die Zukunft der Narrhalla Moosburg muss uns nicht bange sein.“ Um den Fasching 2018/2019 schon gar nicht, wie sich vor Mitternacht noch herausstellen sollte.

Denn die frisch gekürten Tollitäten kennen sich aus mit der verrückten Jahreszeit. Prinzessin Nadine I., bis dato besser bekannt als Nadine Damke, war jahrelang Gardemädel, bis sie schließlich Trainerin Pia Otto zur Seite stand, wie ihre Lieblichkeit in ihrer Antrittsrede verriet. Über ihren Einstieg ins Moosburger Faschingstreiben sagte Nadine I.: „I hab damals mei Herz und mein Verstand an d’Narrhalla verlorn“. Prinz Ludwig, alias Ludwig Ottl, konnte ebenfalls auf eine lange Karriere bei der Narrhalla verweisen. Zehn Jahre war er als Elfer aktiv. Drei Jahre wirkte er zuletzt bereits im Ausschuss mit. „So schee wias war, mei Elferzeit is jetzt vorbei“, bedauerte der Prinzgemahl und kündigte an, ordentlich regieren zu wollen an der Seite seiner bezaubernden Prinzessin.

Warum es dem Präsidium zumindest auf der Bühne so viel Kopfzerbrechen bereitete, heuer ein Prinzenpaar auszurufen, verstehe angesichts dieser augenscheinlich vortrefflichen Wahl, wer will. Die Präsidenten zeigten sich ratlos. Manfred Ruß, Peter Kellner und Michael Adamek lief anscheinend die Zeit davon. Da war guter Rat teuer. „Der Zeiger tickt unaufhörlich“, mahnte Dietl kurz nach elf Uhr zur Eile. Sogar zur örtlichen „Mafia“ nahm das Präsidium am Ende Kontakt auf. Wenngleich die ihre Hände in Persona von Ex-Prinz Gelu George selbstredend in Unschuld wusch. Am Ende griff der Patrone aber doch zu einem Zaubertrick, gab Zutaten wie Tapferkeit, Lieblichkeit, Humor und Eloquenz in einen Topf, rührte tüchtig um – und prompt stand das neue Prinzenpaar auf der Bühne.

Einen Vorgeschmack auf das schwungvolle Auftreten der neuen Regenten gab es natürlich auch. Die Partyband „Da Capo“ stimmte einen Walzer an und das Publikum klatschte fleißig mit, als Prinzessin Nadine I. und Prinz Ludwig I. ihre ersten Runden drehten. Zugabe-Rufe begleitete das neue Prinzenpaar auf dem Weg in die Faschingssaison.

Apropos „Da Capo“: die Formation um Frontfrau und Sängerin Maggie erwies sich als absoluter Glücksgriff. Amy Whinehouse ließ grüßen. Etwa mit ihrem Mega-Live-Erfolg „Valerie“. Hört man so nicht alle Tage.

Alexander Fischer

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