Ein Reh steht im Scheinwerferlicht eines Autos auf einer Straße.
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Kommt es zu einem Unfall mit Wildtieren, gilt es, wichtige Regeln zu befolgen.

Polizei warnt Verkehr im Landkreis Freising

Richtig verhalten nach Wildunfall: Diese sieben Regeln sollte jeder Autofahrer kennen und befolgen

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Die Polizei hat so viele Unfälle nach Wildwechsel im nördlichen Kreis Freising registriert, dass sie nun wichtige Appelle veröffentlicht - für alle Autofahrer.

  • Herbstzeit ist Wildunfall-Zeit.
  • Die Polizei gibt Tipps, wie sich Unfälle durch Wildwechsel vermeiden lassen.
  • Ist es zu einem Zusammenstoß gekommen, gelten wichtige Regeln.

Moosburg - Es ist der Horror eines jeden Verkehrsteilnehmers: Wie aus dem Nichts taucht plötzlich ein Reh oder ein anderes Wildtier auf der Fahrbahn auf, ein Zusammenprall lässt sich nicht mehr vermeiden. Weil Szenarien wie dieses sich im nördlichen Landkreis Freising zuletzt stark gehäuft haben - die zuständige Moosburger Polizei wurde allein in einer Nacht zu sechs Wildunfällen gerufen -, richten sich die Gesetzeshüter nun mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit. Und diese Warnung betrifft alle Verkehrsteilnehmer - nicht nur im Landkreis Freising:

Wildunfälle verhindern: Fernlicht aus, Hupe an

„Vorausschauendes Fahren und erhöhtes Gefahrenbewusstsein helfen, folgenschwere Wildunfälle zu vermeiden“, erklärt die Polizei. Die Tiere würden besonders häufig in Waldabschnitten und an Feldrändern die Straßen überqueren, „und dies vor allem in den Abend- und frühen Morgenstunden während der Dämmerung.“ Wildtiere könnten die Geschwindigkeit von Autos nicht einschätzen und würden nicht am Fahrbahnrand warten, bis das Auto vorbeigefahren sei. „Auch, wenn das Tier Sie möglicherweise wahrnimmt, kann es trotzdem unmittelbar vor Ihrem Auto auf die Fahrbahn laufen.“

Wer ein Tier am Straßenrand erkenne, müsse die Geschwindigkeit deutlich reduzieren, gegebenenfalls bis zum Stillstand abbremsen. Wichtiger Tipp: „Schalten Sie das Fernlicht aus, um das Tier nicht zu blenden – da es sonst stehen bleibt. Hupen Sie zusätzlich, dies verscheucht das Wild in den meisten Fällen.“ Ausweichmanöver sollten jedoch nicht durchgeführt werden. „Achtung: Wildtiere sind häufig nicht allein unterwegs, weitere könnten folgen.“

Folgende sieben Regeln gibt die Polizei für richtiges Verhalten nach einem Wildunfall:

  • Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Unfallstelle absichern. Das gilt auch, wenn das Tier verletzt geflüchtet ist.
  • Sind Personen verletzt, den Notruf wählen und Erste Hilfe leisten.
  • Auch ohne Verletzte muss immer die Polizei oder der Jagdpächter verständigt werden. Geben Sie Ihren genauen Standort durch.
  • Wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Dabei sollten aber Handschuhe getragen werden.
  • Verletzte Tiere sollte man nicht anfassen.
  • Warten Sie am Unfallort bzw. in sicherer Entfernung, bis Polizei oder Jäger da sind.
  • Wichtig: Das angefahrene Wild darf vom Unfallort nicht entfernt werden, sonst droht eine Anzeige wegen Jagdwilderei.

Lesen Sie außerdem: Ein Feuer ist am Dienstag in einem Mehrfamilienhaus in Moosburg ausgebrochen. Dabei wurde eine Frau verletzt. Nun ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung.

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