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Das Interesse am Info-Spaziergang der Moosburger Grünen zum Rockermaier-Areal war groß – ebenso wie die Bedenken am dort geplanten Bauvorhaben.

Grünen-Ortstermin verdeutlicht Probleme der Bürger mit dem  Bauvorhaben

Rockermaier-Areal in Moosburg: Massive Nachverdichtung in der Kritik

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Die Grünen machten einen Stadtspaziergang, und sie waren nicht allein: Bei einer Besichtigung des Moosburger Rockermaier-Areals kamen am Samstag zahlreiche Bürger und machten ihrer Sorge über die Folgen einer zu dichten Bebauung Luft.

Moosburg –  Die landwirtschaftliche Fläche in Sichtweite zum Schulzentrum Nord ist die letzte große potenzielle Baufläche in der Neustadt und genießt deshalb eine besondere Bedeutung. Der Investor für dieses Areal hat im Stadtrat bereits seine Pläne vorgestellt. Diese beinhalten einen Grundstücksverkauf an die Stadt für die dringend notwendige Erweiterung des Schulgeländes. Die Grünen kritisierten jedoch eine zu massive Bebauung – und bekamen jetzt bei dem Spaziergang über das Gelände Bestätigung aus der Bevölkerung.

Die Bürger blickten auf ein schon lange stehendes Hochhaus und sorgen sich nun, dass die Erweiterung auf der 2,5 Hektar großen Fläche mit einer Hochhaussiedlung die gesamte Umgebung abwerte.

Stadtrat Alfred Wagner verwies darauf, dass die im Gremium diskutierte Planung des Investors die Schaffung der maximalen Anzahl an Wohnungen vorsehe. Er sprach noch einmal seinen Vorschlag eines Architektenwettbewerbs für den Bebauungsplan an: „Da kämen ganz andere Ideen heraus.“ So könnte die Stadt laut Wagner über ihre Planung Grünanlagen regeln oder auch ein in der Vergangenheit bereits angedachtes Wasserspiel festschreiben.

3. Bürgermeister Michael Stanglmaier betonte, dass die Stadt mit den Werkzeugen Flächennutzungs- und Bebauungsplan ihre Steuerungsmöglichkeiten habe. Die Bebauung und Gestaltung des Geländes sei eine Verhandlungssache, die auch nicht an Fristen gebunden sei. „Wenn man sich nicht einigt, dann stellt man den Bebauungsplan eben erst in zehn Jahren auf“, sagte Stanglmaier.

Aus den Reihen der Bürger wurde immer wieder die Erschließung des Geländes angesprochen. „Jeder neue Bewohner hier muss durch irgendein Nadelöhr fahren“, schimpfte eine Moosburgerin. Andere Teilnehmer des Ortstermins erkundigten sich schon einmal nach der Option, mit einem Bürgerentscheid aktiv zu werden. Alfred Wagner zeigte dafür Verständnis und machte deutlich, „dass viele Stadträte die Anbindung problematisch sehen“. Im Bebauungsplanverfahren müssten diese Fragen dann erörtert werden.

Rund um das Rockermaier-Areal sind derzeit offenbar zahlreiche Moosburger besorgt. Eine Frau beispielsweise zeigte auf eine rund 100 Jahre alte Linde. „Man kann auch um diesen Baum herumbauen“, schimpfte sie. Die Bürgerin kritisierte, dass man in Moosburg mit Fällungen immer schnell zur Stelle sei.

Die Pläne eines Investors in Freising lassen aufhorchen. 

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