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Fünf Konzerte und viel Information boten im Kastulusmünster die Organisten Johannes Buxbaum, Stefan Metz und Maximilian Betz.

Orgelnacht im Kastulusmünster

Rund um die Königin der Instrumente

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Moosburg - Fliegende Wechsel an den Registern, Bach, Romantik und freie Improvisationen, ein Kammerkonzert und eine Führung. Am Freitag war Orgelnacht im Kastulusmünster. Viereinhalb Stunden lang drehte sich alles um die Königin der Instrumente.

Das waren ja gleich fünf Konzerte auf einmal! Mit einem wahren Mammutprogramm startete am Freitag der inzwischen schon 16. Moosburger Orgelsommer. Drei Organisten gestalteten ein Programm an der Münsterorgel, das nicht nur mit Quantität, sondern auch mit Qualität punkten konnte. Orgelkonzert I, II und III – so ging es am Freitag im Kastulusmünster los: Stefan Metz, seit 2013 für die Moosburger Münstermusik zuständig, eröffnete – selbstverständlich und wie sonst – mit Johann Sebastian Bach. Maximilian Betz gestaltetet Orgelkonzert II, sein Organistenkollege Johannes Buxbaum folgte mit Orgelkonzert III.

Es war eine gut zweistündige Reise durch die Epochen der Musikgeschichte, durch die verschiedenen Stile und Kompositionstechniken, ein Ausloten der Grenzen zwischen Urvater Bach und modernen, zeitgenössischen Stücken eines Heinz-Andre Stamm oder Jean Giroud. Wo dann normalerweise das Konzert und der Orgelabend zu Ende sind, war an jenem Freitag im Kastulusmünster noch nicht einmal Halbzeit: Denn um 20.30 Uhr erklommen die leider nicht sehr zahlreichen Besucher die Empore des Münsters, um der Orgel ganz nah zu sein und sich von Metz in ihre Geheimnisse, ihr Innenleben und ihre Register einführen zu lassen. Während man bei Orgelkonzerten in der Regel weit entfernt vom Organisten, seinem Instrument und den Pfeifen sitzt, sie oft auch gar nicht sieht, erlaubte die Orgelnacht eine Annäherung. Es folgte ein kurzes Kammerkonzert mit Vivaldis Konzert d-Moll, das Anna-Theresa Buxbaum und Lucia Haimerl mit ihren Violinen mitgestalteten, sowie mit Orgelwerken von Händel, Massenet und Rheinberger. Nach Konzert Nummer vier ging es für die Besucher wieder hinauf auf die Empore zur Orgel und zu Maximilian Betz. Der hauptamtliche Kirchenmusiker aus Eching erklärte und führte vor, wie eine freie und dann auch einzigartige Improvisation entsteht. Danach sammelten sich die Zuhörer wieder unten in den Kirchenbänken, um das fünfte und letzte Orgelkonzert des Abends genießen zu können: „Orgel furios“ hieß es, als sich alle drei Organisten mit jeweils einem virtuosen Stück verabschiedeten. Kontrastreicher und spannender kann ein einziger Abend rund um die Orgel kaum sein.

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