Warnschild der Feuerwehr
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Auf der A92 zwischen Moosburg-Nord und Landshut-West hat sich am Sonntag erneut ein Verkehrsunfall ereignet. (Symbolbild)

Rästelhafte Gefahrenstelle

Schon wieder Unfall in A92-Baustelle: Moosburgs Feuerwehr zählt bereits über ein Dutzend Einsätze

  • Armin Forster
    VonArmin Forster
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Erneut kam es in der Baustelle auf der A92 zwischen Moosburg und Landshut zu einem Unfall, diesmal mit Verletzten. Die Einsatzkräfte stehen vor einem Rätsel.

Moosburg - Die Serie reißt nicht ab: Auf einer Baustelle der Autobahn A92 München-Deggendorf zwischen Moosburg und Landshut kommt es beinahe zwei Mal pro Woche zu Verkehrsunfällen. Nun hat es in der Nacht zum Sonntag erneut gekracht. Diesmal blieb es jedoch nicht nur bei Blechschäden: Insgesamt drei Personen wurden verletzt.

18-Jährige verursacht jüngsten Unfall mit drei Verletzten

Wie die Autobahnpolizeistation Wörth an der Isar berichtet, war eine 18-Jährige aus Marzling (Kreis Freising) gegen 0.45 Uhr in Fahrtrichtung München unterwegs, als sie im Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Moosburg-Nord und Landshut-West auf dem rechten Streifen fuhr. Ein 22-Jähriger aus Essenbach (Kreis Landshut) wollte mit seinem Auto an ihr vorbeifahren, dabei geriet die junge Frau jedoch zu weit nach links und touchierte den Wagen neben ihr. Der 22-Jährige kam durch den Kontakt ins Schleudern, von der Fahrbahn ab und blieb nach einem Überschlag im Graben stehen. Das Auto der Unfallverursacherin prallte laut Polizei gegen die Mittelleitplanke und blieb dort stehen.

Der 22-Jährige und zwei weitere Insassen wurden leicht verletzt und wenig später vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Die 18-Jährige und eine Person auf ihrem Beifahrersitz blieben unverletzt. An den beiden beteiligten Pkw entstand jeweils wirtschaftlicher Totalschaden: Die Beamten schätzen ihn auf insgesamt rund 9500 Euro. Feuerwehrkräfte aus Landshut, Altdorf und Münchnerau waren vor Ort im Einsatz, ihre zur Sicherheit alarmierten Kameraden aus Moosburg hielten sich auf einer nahen Autobahnbrücke in Bereitschaft und konnten dann schließlich wieder abrücken.

Feuerwehrler zählen fast 20 Unfälle seit Jahresbeginn

Bei der Moosburger Feuerwehr ist die Alarmierung zuletzt beinahe Routine geworden: Inzwischen zählen die Ehrenamtlichen den 13. Unfall seit Einrichtung der betreffenden Baustelle vor wenigen Monaten - laut Kommandanten Gerhard Hochleitner „rücken wir im Schnitt zwei Mal pro Woche zu einem Unfall dort aus“. Wie sein Stellvertreter, Franz Jantschy, von Kollegen erfahren haben will, „hat es auf dem betreffenden Teil der Autobahn in diesem Jahr sogar schon 17 oder 18 Mal gekracht“. Auf ihre Vermutung für die Ursache der ungewöhnlichen Unfall-Häufung angesprochen, müssen beide passen. „Ich weiß es nicht. Da ist alles normal, uns ist es selbst ein großes Rätsel“, sagt Gerhard Hochleitner. Laut Franz Jantschy sei die Unglücksserie unter anderem deshalb so verwunderlich, „weil wir ja vor dieser Baustelle eine weitere auf der A92 zwischen Moosburg und Erding hatten - und da ist so gut wie gar nichts passiert“.

Auch bei der zuständigen Autobahnpolizei in Wörth kann man sich keinen Reim darauf machen, was gerade an dieser Baustelle so häufig zu Unfällen führt. Die Beamten werden nur wieder und wieder zu Einsätzen dort gerufen. Etwa, als kürzlich eine umfangreiche Vollsperrung samt aufwändiger Bergung nötig war, nachdem sich ein Lkw in der Leitplanke festgefahren hatte und auch noch eine Stromtrasse von dem Unfall betroffen war. Dass die nicht ganz alltägliche Fahrbahnteilung am Eingang der Baustelle für die hohe Frequenz an Einsätzen verantwortlich ist, kann laut Feuerwehrkommandant Hochleitner nicht sein: „Die Unfälle finden eher weiter innen, also mitten im Baustellenbereich statt.“

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