Spatenstich bei der Schützengesellschaft Aich für die Erweiterung des Schützenheims
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Spatenstich für den Anbau: (v. l.) Manfred Tristl (Stadtrat aus Aich), Josef Dollinger (Bürgermeister), Karl Niedermaier (Vorstandsmitglied Freisinger Bank), Stefan Grabau (2. Schützenmeister), Philipp Fincke (Stadtrat aus Aich) und Florian Tristl (1. Schützenmeister).

Spatenstich für große Pläne

SG Aich erweitert Schützenheim: Schießstände sollen völlig neue Maßstäbe im Gau setzen

  • vonNico Bauer
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Die SG Aich hat offiziell mit den Arbeiten zur Erweiterung des Schützenheims begonnen. Damit vollzieht der Verein einen gewaltigen Modernisierungsschritt.

Aich – Sportlich ist die SG Aich ein Schwergicht im Landkreis Freising und gesellschaftlich ist der Verein aus dem Moosburger Vorort auch nicht wegzudenken. Nun nehmen die Verantwortlichen Anlauf zu einem weiteren Superlativ: Mit dem Spatenstich für den Anbau an das Schützenheim haben die Arbeiten für einen der modernsten Schießstände im gesamten Landkreis begonnen.

Die Pläne zeigen einen 23 Meter langen und 17 Meter breiten Anbau, in dem 16 vollelektronische Schießstände untergebracht werden. „Ebenerdig ist das dann die größte Anlage im Gau Freising“, sagt Schützenmeister Florian Tristl nicht ohne stolz. Einen Tick größer ist dann nur noch die Anlage des SV Eichenlaub Appersdorf-Gerlhausen, bei dem sich das Areal über zwei Stockwerke erstreckt – mit jeweils elf Ständen pro Etage. Oberappersdorf und Aich sind künftig die beiden Anlagen, auf denen Großveranstaltungen denkbar sind. „Unsere Anlage erfüllt dann alle nationalen und internationalen Vorschriften“, betont der Schützenmeister. Sollte die SG Aich wieder in die Oberbayernliga aufsteigen, dann muss man nicht mehr auf Anlagen in der Nachbarschaft bei den Heimwettkämpfen ausweichen.

Ein Kraftakt, der viel Geld kostet

Mit dem weiteren Gebäudeteil bekommen die Schützen der SG Aich auch neue Umkleiden, bei denen nun endlich zwischen Frauen und Männern getrennt werden kann. Gerade im Schüler- und Jugendbereich war das für Florian Tristl eine zwingend notwendige Verbesserung.

„Das wird für uns ein Kraftakt“, sagt Tristl mit Blick auf die Baustelle und das Ziel, im Oktober 2022 die ersten Schüsse an den neuen Ständen abgeben zu können. Ohne Eigenarbeit ist die Maßnahme auf 700.000 Euro Kosten kalkuliert. Dazu gibt die Regierung von Oberbayern 167.000 Euro Förderung und der Moosburger Bürgermeister Josef Dollinger wird in einer der nächsten Stadtratssitzungen 134.000 Euro Zuschuss zur Abstimmung stellen. Für verspätete Zuschüsse und andere Kosten hat der Verein zudem die Freisinger Bank als Finanzpartner im Boot.

Das Ziel: Schuldenfrei Ende 2030

Florian Tristl rechnet, dass seine Organisation durch viele Eigenleistungen die Kosten auf 500.000 Euro senken könne. Da man für den Bau bereits Rücklagen angespart habe, werde erst einmal ein Kredit über 420.000 Euro aufgenommen. „Mein Ziel ist es, spätestens im Dezember 2030 wieder schuldenfrei zu sein“, sagt Tristl. Der Schützenmeister erklärt auch, dass die eigentlich angedachte Photovoltaikanlage erst einmal nicht realisiert werde. Der Verein würde gerne umweltfreundlich Strom erzeugen, doch die derzeit geringen Einspeisevergütungen würden die Investition in die Anlage kaum refinanzieren.

Sobald die neuen Schießstände in Betrieb sind, hat der Verein mehr Optionen. Der Anbau wurde so multifunktional geplant, dass hier auch größere Veranstaltungen möglich sind. Dazu hat man im Bestandsgebäude noch das bisherige Vereinsheim, das in Eigenregie betrieben wird. Dazu betont Bürgermeister Josef Dollinger, dass die Stadt sich auch hier künftig einmieten wolle – etwa mit Versammlungen und Informationsveranstaltungen für Aich.

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