Wie lassen sich mehr Kunden in Moosburgs Innenstadt locken? Das diskutierten jetzt Vertreter der Stadt, der Marketing-Genossenschaft und Geschäftsleute.
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Wie lassen sich mehr Kunden in Moosburgs Innenstadt locken? Das diskutierten jetzt Vertreter der Stadt, der Marketing-Genossenschaft und Geschäftsleute.

Diskussionsrunde in der Stadthalle

Anreize für Kunden schaffen: So wollen Geschäftsleute und Moosburg Marketing den Konsum ankurbeln

Vertreter von Moosburg Marketing, hiesige Geschäftsleute und Stadträte haben jetzt Ideen ausgetauscht, mit denen die Kundenfrequenz in der Innenstadt erhöht werden soll.

Moosburg – Bewegte Figuren in den Schaufenstern, Theaterszenen hinter Schaufensterglas oder eine Wichtel-Parade durch die Innenstadt: Auch in diesem Jahr will die Moosburg Marketing eG die Vorweihnachtszeit in der Dreirosenstadt für die Besucher zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Und zwar trotz Corona-Krise, die die Gewerbetreibenden vor große Herausforderungen stellt. Bei einer Gesprächsrunde in der Stadthalle wurde am Donnerstag diskutiert, wie sich die Frequenzen in den Läden wieder ankurbeln lassen. „Wir müssen uns gemeinsam präsentieren“, so der Tenor unter den rund 30 anwesenden Geschäftsleuten.

Dass man derzeit sicherlich nicht von einem „unbeschwerten“ Einkaufserlebnis sprechen könne, das betonte Bürgermeister Josef Dollinger. Auch er gehe nicht gerne mit Maske zum Einkaufen. Umso wichtiger sei es, jetzt wieder Anreize für die Kunden zu schaffen, sagte Moosburg-Marketing-Chef Ulrich Metzmeier. 

Leiteten die Diskussionsrunde: (v.l.) Ulrich Metzmeier, Geschäftsstellenleiter Moosburg Marketing, Vorsitzender Reinhard Lauterbach, 1. Bürgermeister Josef Dollinger, Vize Georg Hadersdorfer und 3. Ortschef Michael Stanglmaier.

Viele Besucher aus dem Umland hätten sich mittlerweile am Internethandel orientiert. Man müsse die „Angst rausbringen“, forderte auch Marketing-Genossenschafts-Vorsitzender Reinhard Lauterbach. „Und positiv in die Zukunft schauen.“ Schon während des Lockdowns habe Moosburg Marketing den Betrieben unterstützend zur Seite gestanden. Und man arbeite bereits wieder an weiteren Projekten.

Upgrade der „Moosburg Card“ - Wichtel-Figuren in Schaufenstern

So sei ein Upgrade der Gutscheinkarte „Moosburg Card“ geplant. Damit sollen variable Beträge aufladbar und Restbeträge nutzbar sein. Das digitale Stadtportal „meinmoosburg.de“, auf dem sich alle Geschäfte der Stadt vorstellen können, soll im September online gehen. Für den Juni wurde ein Gewinnspiel organisiert. Unter den Teilnehmern würden fünf Moosburg Cards im Wert von 100 Euro verlost, listete Metzmeier auf.

Diverse Moosburger Gewerbetreibende und Stadträte beteiligten sich am Austausch und steuerten Ideen bei.

Für den Advent schlug er vor, bewegliche Figuren in den Schaufenstern zu installieren. Die Idee dabei sei, sich spezielle Wichtel-Figuren auszuleihen, die man vielseitig dekorieren könne. Das wurde von den Anwesenden begrüßt und kreativ weitergedacht. Man könne doch eine Art Adventskalender gestalten, bei dem jeden Tag ein anderer Wichtel enthüllt werde, meinte eine Anwesende. Einen Wettbewerb mit der Kür des schönsten Wichtels zu veranstalten, schlug ein anderer Zuhörer vor. Das „Wichteln“ mit einem Gewinnspiel zu verbinden, das konnte sich 2. Bürgermeister Georg Hadersdorfer vorstellen. Zuschüsse über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ISEK seien möglich, stellte Bürgermeister Josef Dollinger in Aussicht.

Dezentraler Adventsmarkt - Werbung am Freibad

Ob man in der Adventszeit möglicherweise einen dezentralen Weihnachtsmarkt über die Moosburger Innenstadt verteilt realisieren könne, fragte Orhan Söhmelioglu. Nur mit der Sperrung der Innenstadt für den Verkehr, waren sich die Anwesenden einig. Am 1. Juli werde die Ortsdurchfahrtsstraße von der bisherigen Staatsstraße herabgestuft, informierte der Rathauschef bei der Gelegenheit. Dann sei eine temporäre Sperrung des Stadtkerns machbar.

Eine besondere Idee steuerte Josef Birnkammer bei. Er könne sich vorstellen, Theatervereine aus der Region einzubinden. Diese könnten in einem zentralen Schaufenster Szenen aus bekannten Theaterstücken nachspielen. Der Bürger habe dabei die Möglichkeit, sich in dieses Bild zu integrieren und fotografieren zu lassen. Alles müsse natürlich darauf ausgelegt sein, dass die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden könnten, betonte Marketing-Geschäftsführer Ulrich Metzmeier.

Angedacht wurde außerdem eine Bauzaunwerbung an der Hallenbad-Baustelle am Freibad. Zentraler Punkt für einen Erfolg der Aktionen sei es, dass „wir uns gemeinsam präsentieren“, meinte eine Moosburger Geschäftsfrau. „Die Stadt muss von außen positiv wahrgenommen werden.“ Dazu gehöre es auch, dass man für Samstag endlich gemeinsame Öffnungszeiten finde.

Maria Martin

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