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Einsatz für Solarthermie: Georg Dasch (Sonnenhaus-Institut), Michael Stanglmaier, Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein, Anita Meinelt und Hans Koller (Citrin Solar).

Förderprogramm für Solarthermie

Solarthermie: Moosburg will „richtig gut“ werden

Moosburg - 225 Terrawatt könnte man mit Solarthermie in Deutschland erzeugen. Derzeit sind es gerade mal sechs. Moosburg will das mit einem Sonderförderprogramm ändern. Am Mittwoch gab man den Startschuss.

„Es geht um uns alle. Wir müssen achtsam mit unseren Ressourcen umgehen.“ Bei den Gästen, die am Mittwoch in die Aula des Vhs-Gebäudes gekommen waren, um den Startschuss für das Moosburger Förderprogramm für Solarengerie zu geben, rannte Bürgermeisterin Anita Meinelt mit diesen Worten offene Türen ein. Vor allem die Solarthermie sei im Bewusstsein der Bevölkerung als wichtige Nutzung der Sonnenkraft noch nicht so verankert, führe fast noch ein „stiefmütterliches Dasein“, so Meinelt. Georg Dasch, Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V. und Festrefrent am Mittwoch, bestätigte das: Meist denke man am Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Dabei könne Strom viel leichter und mit viel weniger Verlusten transportiert werden als Wärme. Fazit: Auf die Privathäuser gehöre Solarthermie, PV-Anlage könnten theoretisch überall stehen.

Solarthermie sei für die Energiewende auch deshalb wichtig, so Dasch, weil immerhin 55 Prozent der Energie für Wärme verwendet werde. Dass die Stadt Moosburg im Bebauungsgebiet Amperauen eine kleine Sonnenhaussiedlung angedacht habe, sei der richtige Weg, sagte Dasch. Und damit war man bei dem, was Moosburg nun ganz speziell zur Förderung der Solarthermie beiträgt: In einer Vereinbarung mit der Moosburger Firma Citrin Solar hat man zusätzlich zu den Zuschüssen des Bundes weitere Gelder für Solarthermieanlagen locker gemacht. In den Genuss der zusätzlichen Förderung, so erklärte dritter Bürgermeister und Umweltreferent Michael Stanglmaier, kämen sowohl Nachrüstungen von Solaranlagen als auch Solaranlage bei Neubauten. Ob nur 7 Quadratmeter zur Brauchwassererwärmung oder 18 Quadratmeter auch noch zur Heizungsunterstützung oder gar gleich ein Sonnenhaus – neben der Förderung durch den Bund (mit bis zu 140 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche) kämen durch das bis Ende 2017 laufende Moosburger Programm noch pro Quadratmeter 20 Euro von der Stadt hinzu. Außerdem gebe es 20 Euro pro Quadratmeter von Citrin Solar, wenn die Anlage von der Moosburger Firma stamme. Das bedeute, so rechnete Stanglmaier vor, dass man für eine 18 Quadratmeter-Solaranlage immerhin 3300 Euro an Zuschüssen bekomme.

Moosburg, so Stanglmaier, sei in Sachen Solarthermie zwar viel besser als die anderen Landkreisgemeinden. „Aber richtig gut sind wir noch nicht.“ Dass man wirklich richtig gut wird, dafür soll auch Melanie Falkenstein sorgen. Die 26-Jährige ist seit 1. März Klimaschutzmanagerin der Dreirosenstadt.

Andreas Beschorner

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