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Bald nur noch ein Automaten-Standort: Die Sparkasse Moosburg plant, sämtliche Berater aus ihrer Zweigstelle in der Neustadt abzuziehen.

Beratung bald nur noch in der Hauptstelle

Sparkasse Moosburg schließt Neustadt-Filiale: Das erwartet Kunden und Personal

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Nach der abgeblasenen Fusion zwischen den Sparkassen Freising und Moosburg konzentrieren sich die Banken darauf, ihre Eigenständigkeit zu erhalten. Für Moosburg heißt das: Die Filiale in der Neustadt steht vor dem Aus.

Moosburg – Bankenfusionen sind in der Bevölkerung meist eine eher unpopuläre Sache: Werden doch nicht selten im Zuge der Heirat Strukturen auf den Prüfstand gestellt, und manchmal dann auch Filialen geschlossen. 

Genau dieser Fall tritt nun wohl ein – und das, obwohl die

angekündigte Vermählung zwischen den Sparkassen Freising und Moosburg abgeblasen

wurde.

„Oberste Priorität hat bei uns aufgrund der abgesagten Fusion nun, die Selbstständigkeit der Sparkasse Moosburg zu erhalten“, betont Vorstandsvorsitzender Fritz Hecht im Gespräch mit unserer Zeitung. Dazu sei es notwendig gewesen, „alle Möglichkeiten zu prüfen, mit denen wir noch einsparen können, um das negative Zinsniveau aufzufangen“. Bei diesen Erhebungen sei man laut Hecht zu dem Ergebnis gekommen, dass die Filiale in der Moosburger Neustadt keine Zukunft mehr hat. „Generell geht die Tendenz stark zum Online-Banking“, sagt Hecht. „In diesem Punkt ist die Zweigstelle in der Neustadt sogar führend.“ Schon jetzt sei dort nur noch montags und donnerstags geöffnet.

Was auf die Kunden der Bank zukommt

Dass die Einschnitte für die Kunden der Neustadt allzu extrem sein werden, glaubt Fritz Hecht nicht. „Unsere Erfahrung hat gezeigt: Die Kunden, die Beratung brauchen, fahren an den geschlossenen Tagen auch in die Hauptstelle – die ohnehin nicht weit entfernt ist.“ Zumindest der Teil der Bankgeschäfte, für die es keine Mitarbeiter braucht, soll auch weiterhin in dem Gebäude möglich sein: „Wir haben dort eine so umfangreiche Selbstbedienungs-Ausstattung wie in sonst keiner Filiale“, sagt Hecht. Ein- und Auszahlungsautomaten sowie Kontoauszugsdrucker: „Diese Automaten werden auch erhalten bleiben“, verspricht Hecht. Auch der Briefkasten für Überweisungen werde wie gewohnt zwei Mal pro Woche geleert.

Auf die Nachfrage des Tagblatts, ob auch weitere Filialen die Schließung drohe, sagt Hecht: „Nein. Wir machen uns aktuell keine Gedanken zu anderen Zweigstellen.“

Das bedeutet der Rückzug fürs Personal der Sparkasse

Nachteile sollen sich für die Belegschaft durch die Schließung nicht ergeben. Hecht: „Unsere Mitarbeiter brauchen wir in anderen Bereichen der Haupt- und in anderen Zweigstellen.“ Insgesamt beschäftigt die Sparkasse Moosburg derzeit 156 Angestellte. Geht es nach dem Vorstandsvorsitzenden, könnte diese Zahl sogar weiter steigen: „Eventuell müssen wir zusätzlich Leute einstellen, damit die Vielzahl neuer Gesetze und Vorgaben aus Brüssel, aber auch externe Vorgaben und Prozesse – etwa vom Sparkassen-Verband Bayern – umgesetzt werden können.“

Gespräche mit der Stadt Moosburg und Lebenshilfe Freising

Mit der Stadt Moosburg und der Lebenshilfe Freising, die im Sparkassen-Gebäude an der Sudetenlandstraße als Mieter Kindertageseinrichtungen betreiben, werden laut Fritz Hecht derzeit Gespräche geführt. „Das ist sehr positiv für uns: Die haben Interesse und Bedarf, weitere Räume unserer Zweigstelle zu übernehmen.“ Spruchreif sei hier jedoch noch nichts.

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