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Legte sein Amt nieder: Stadtrat Martin Pschorr (r.) ist nicht mehr Vorsitzender des SPD-Ortsverbands. Gemeinsam mit Weggefährte Anton Neumaier forderte er die Genossen auf, sich auch weiter für den Sozialen Wohnungsbau einzusetzen.

Jahreshauptversammlung

SPD-Moosburg: Martin Pschorr gibt Vorsitz ab - und die weitere Richtung vor

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Moosburg - Als Martin Pschorr vor einem Jahr noch einmal den Vorsitz der Moosburger SPD übernommen hatte, sprach er bereits von einer Übergangslösung. Am Donnerstag hat er nun seinen finalen Rückzug aus dem Vorstand verkündet.

Dass der Ortsverein 53 Mitglieder stark ist, davon war bei der Jahreshauptversammlung der Moosburger SPD am Donnerstag wenig zu sehen. Ins Gasthaus Zur Länd hatten sich neben einer Handvoll Vorstandsangehöriger lediglich vier einfache Mitglieder verirrt. „Ich habe neun Entschuldigungen unterschiedlichster Art erhalten“, bedauerte Vorsitzender Martin Pschorr auch gleich zu Beginn die spärliche Beteiligung. Die gedämpfte Stimmung, die unter den verbliebenen Anwesenden herrschte, passte dann auch zu Pschorrs Verkündigung des Abends: „Ich lege heute mein Amt nieder.“

Diese Entscheidung sei bereits „seit geraumer Zeit verbindlich angekündigt“ gewesen, sagte Pschorr. Schließlich habe er das Amt vor einem Jahr nur unter der Prämisse übernommen, dass er nicht länger als eine Wahlperiode am Ruder bleibe. Nun wurde es sogar nur eine halbe Amtszeit. „Ich hab’ damals schon gesagt: Was mein Alter betrifft, ist das keine Perspektive für die Zukunft, sondern eine Übergangslösung.“ Seiner Meinung nach sei nach vielen Sitzungen in den zurückliegenden zwölf Monaten „dieser angestrebte Übergang erreicht“. Pschorr: „Ich möchte die Initiativen, die vorhanden sind, nicht bremsen.“

Für das Grundrecht auf Wohnraum eintreten

In seinem Rechenschaftsbericht zählte er unter anderem ein Thema auf, dem sich die Moosburger Sozialdemokraten unter seiner Führung verstärkt gewidmet hatten: das Vorantreiben des Sozialen Wohnungsbaus. Pschorr: „Es kann nicht sein, dass man nur Wohnungsbau unter dem Gesichtspunkt betreibt: Was kommt dabei für die Stadt an Geld rein?“ Gerade in Zeiten von rasant steigenden Mieten und Grundstückspreisen müsse eine Gemeinde für die Umsetzung eines verfassungsmäßigen Grundrechts eintreten: jenes auf angemessenen Wohnraum. Und das sei auch ein wesentlicher Punkt, der von der SPD weiter verfolgt werden solle, empfahl Pschorr den Genossen. Daneben gebe es genügend wichtige Themen: etwa die angespannte und undurchsichtige Finanzlage der Stadt.

Pschorrs Stellvertreterin, Eleanore Altmann, kündigte im Anschluss an, das Amt des Vorsitzenden kommissarisch bis zur nächsten Wahl fortzuführen zu wollen. Sie dankte Martin Pschorr für seinen Einsatz und befand: „Wir machen weiter. Und niemand ist böse oder gekränkt.“

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