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Das Passionskonzert im Rahmen der Moosburger Münstermusik war thematisch auf die Passionszeit festgelegt, musikalisch allerdings ein Querschnitt aus 400 Jahren Kompositionsgeschichte.

Im Moosburger Münster

St. Kastulus: Passionskonzert voller Emotionen und künstlerischer Güte

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Moosburg - Einen musikalischen Hochgenuss erlebten am Sonntag die Besucher des Passionskonzerts im Moosburger Kastulusmünster.

„Miserere – Erbame dich!“ So war ein Konzertereignis betitelt, das am Sonntag im Moosburger Kastulusmünster die Passionszeit begleitete. Das kleine aber sehr feine Vokalensemble St. Kastulus, zwei Solisten von außergewöhnlicher Klasse, fünf Musikanten von hoher Qualität, und Stefan Metz, der die Gesamtleitung des Projekts innehatte – sie alle sorgten für ein anrührendes Konzert voller Emotionen und künstlerischer Güte.

Das Passionskonzert im Rahmen der Moosburger Münstermusik war thematisch zwar auf die Passionszeit festgelegt, musikalisch allerdings ein Querschnitt aus 400 Jahren Kompositionsgeschichte: Die Vertonung des Psalms 51 „Miserere mei“ von Gregorio Allegri (1582 bis 1652) bildete den Abschluss des Konzerts und stand an dem einen Ende der Musikgeschichte, Colin Mawbys (geboren 1936) „Crux fidelis“ bildete das andere Ende dieses Durchgangs durch die Historie. Dazwischen glänzte das Vokalensemble St. Kastulus mit seiner extrem behutsamen und einfühlsamen Intonation, mit seinen exakten Einsätzen und einer emotionalen Hingabe, der sich das Publikum nicht entziehen konnte. Franz-Xaver Witts (1834 bis 1888) „De profundis“, Ludwig Ebners (1858 bis 1903) „Christus factus est“ und eine neuzeitliche Vertonung des Psalm 51: „Miserere mei“, nämlich die von Darius Milhaud (1892 bis 1972), waren geeignet, dass das Vokalensemble seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte.

Hauptwerk des Abends war freilich das berühmte „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi (1710 bis 1736). Sopranistin Beate Hariades und Altistin Dominika Hirschler hieß das Duo, das dem ergreifenden Werk zu einer imposanten und in jeder Hinsicht überzeugenden Interpretation verhalf, das das altehrwürdige Münster zu einem Konzertsaal machte und das auch durch seine Präsenz die Zuhörer in seinen Bann zog. Dazu ein kleiner, aber eben auch sehr feiner Klangkörper mit Lucia Haimerl und Anna-Theresa Buxbaum (Violine), Marius Otha (Viola), Valentin Lutter (Violoncello) und Johannes Buxbaum (Orgel) – und schon war der künstlerische Genuss perfekt. Texte aus den dargebotenen Werken trug Michael Hofmann vor, auf der Leinwand im Hintergrund waren Bilder der Ausstellung „Kreuz-Zeichen“ von Wolfdietrich Hoeveler zu sehen, die am Wochenende in der Moosburger Vhs stattgefunden hatte (wir haben berichtet). Tage voller Kunst und Kultur also in der Dreirosenstadt.

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