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Einblicke: Der Bezirksrat und Moosburger Stadtrat Johannes Becher (r.) ließ sich am Freitag von FT-Redakteur Manuel Eser die Screenshots zeigen, die rechtspopulistische Strömungen in geschlossenen Facebook-Gruppen belegen.

Redaktionsbesuch

Stadtrat Becher: "Haltung haben und zeigen"

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Der Moosburger Stadtrat und Bezirksrat Johannes Becher (Grüne) hat sich bei einem Redaktionsbesuch des FT vom Wahrhaltsgehalt der FT-Berichterstattung überzeugt. Die war von anderer Seite mehrfach in Zweifel gezogen worden.

Nach dem Landtagsabgeordneten Benno Zierer (FW) hat sich auch Johannes Becher ein Bild über die FT-Berichterstattung zum „braunen Untergrund von Moosburg“ gemacht. Der Grünen-Bezirksrat und Moosburger Stadtrat kam am Freitag in die Redaktion, um sich die Screenshots des FT aus den beiden geschlossenen Facebook-Gruppen „Moosburg Frank und Frei“ sowie „Deutschland für Jung und Alt“ anzusehen. Sein Fazit: „Letztlich bestätigt die Einsichtnahme die Artikel des Freisinger Tagblatt.“

Wie mehrfach berichtet, sind beziehungsweise waren beide Gruppen ein Forum für rechtspopulistische Positionen. „Ich finde es grundsätzlich erschreckend, was da so verbreitet wird“, sagte Becher. „Besonders bedenklich ist, dass da Personen dabei sind, die Funktionen in demokratischen Parteien haben.“ Umso wichtiger sei es, darüber zu berichten. „Es ist gut, wenn die Öffentlichkeit darüber informiert wird, um die Distanz klarzumachen, die die Mehrheit der Gesellschaft zu solchen Positionen hat.“

Die Gefahr, die Becher sieht: dass die Meinung der Minderheit bald lauter artikuliert wird als die Meinung der Mehrheit. Dagegen würden nur zwei Verhaltensweisen helfen: „Eine klare Distanzierung von solchen Positionen und Personen – und ein klares Bekenntnis zur weltoffenen Gesellschaft. Anders gesagt: Haltung haben und Haltung zeigen.“ In diesem Zusammenhang zollte Becher Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt Respekt: „Ich bin froh, dass sich unsere Bürgermeisterin klar distanziert hat.“

Einladung

Das Freisinger Tagblatt lädt Abgeordnete des Landkreises Freising, Bürgermeister und Stadträte von Moosburg sowie Vorsitzende politischer Ortsverbände in Moosburg ein, in die Redaktion zu kommen und sich die vorhandenen Screenshots anzusehen, um sich eine Meinung bilden zu können. Das FT hat dies auch der Moosburger Zeitung angeboten, um die zweifelnden Kollegen von unserer Recherchearbeit zu überzeugen. Die Einladung wurde ausgeschlagen.

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