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So wenig Verkehr wie in diesem Bild herrscht tagsüber selten am Moosburger Stadtplatz. Deshalb soll die Ortsdurchfahrt bald von der Staats- zur Ortsstraße herabgestuft werden.

Staats- soll bald zur Ortsstraße werden

Stadtrat stimmt für Abstufung - Ziel: weniger Verkehr in Moosburgs Zentrum

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Verkehrsberuhigende Maßnahmen waren bislang auf der Moosburger Ortsdurchfahrt kaum möglich, weil die Zuständigkeit fehlte. Das soll sich nun rasch ändern.

Moosburg – Mit dem Bau der Moosburger Westumfahrung wurde in der Stadt der Wunsch konkret, irgendwann einmal die mitten durch die Innenstadt führende Hauptstraße zu beruhigen und den Verkehr auszubremsen. Nun wurde im Stadtrat schon einmal grundsätzlich eine Umstufungsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Staatlichen Bauamt beschlossen. Zum 1. April kommenden Jahres soll die Ortsdurchfahrt von der Staats- zur Gemeindestraße zurückgestuft werden.

In Vertretung von Bürgermeisterin Anita Meinelt stellte Vize Josef Dollinger (FW) dem Stadtrat eine grundsätzliche Vereinbarung zur Übernahme der Straße vor. Die Kommune kann dann verkehrsrechtliche Anordnungen treffen, ist aber auch für den Unterhalt zuständig. Dafür soll das Staatliche Bauamt eine Ablösezahlung leisten, deren Höhe erst noch definiert werden muss.

CSU-Sprecher Weber befürchtet, die „Katze im Sack zu kaufen“

Das war auch der Grund, warum sich die CSU-Fraktion etwas schwer tat, der Straßenübernahme ohne Kenntnis von Fakten zuzustimmen. Fraktionssprecher Erwin Weber hatte etwa die Befürchtung, mit dem Beschluss des Stadtrats die Katze im Sack zu kaufen und verwies auf sehr kontroverse Diskussionen innerhalb seiner Gruppierung. Andere Stadträte sahen das lockerer. „Das ist eher so ein Grundsatzbeschluss“, meinte Jörg Kästl (ÖDP).

Grundsätzlich waren sich alle Fraktionen des Stadtrats aber einig, dass diese Rückstufung so schnell wie möglich umgesetzt werden soll. Normalerweise können solche Veränderungen an Straßen nur zum Jahreswechsel vorgenommen werden, sodass die angebotene Umstufung zum 1. April ein Entgegenkommen des Staatlichen Bauamts darstellt.

SPD-Mann Pschorr will Fakten auf den Tisch legen

Martin Pschorr (SPD) stellte im Gremium einen Antrag auf Umstufung bereits zum 1. März. So würden alle Moosburger vor der Kommunalwahl sämtliche Fakten auf dem Tisch liegen haben. 

Er fand in der Runde aber keine anderen Stadträte, die diesem Vorstoß zustimmten. Pschorr betonte die Bedeutung dieser Rückstufung: „Das ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für mehr Lebensqualität in der Moosburger Innenstadt.“

Vizebürgermeister Stanglmaier (Grüne): „Kein Aprilscherz“

3. Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne) appellierte derweil an die Versammlung, der Verwaltung bei einer Straßenbegehung und der Aushandlung einer Ablöse zu vertrauen. Es sei „eine machbare Aufgabe für die Bürgermeisterin und unsere Verwaltung“, sagte Stanglmaier. „Das ist dann weder die Katze im Sack noch ein Aprilscherz.“

Künftig soll die Staatsstraße Richtung Mauern über die Westumfahrung an Moosburg vorbeiführen. Dann hat der Stadtrat Veränderungen im Zentrum in der Hand, mit denen die derzeit so stark vom Verkehr gebeutelte Innenstadt Ruhe bekommen soll. Letztlich sprach sich der Stadtrat einstimmig für die Umstufung der Ortsdurchfahrt aus und gab der Verwaltung den Auftrag, das Verfahren nun mit einem sportlichen Zeitplan voranzutreiben.

Mehr aus Moosburg: Der Moosburger Advent hält auch 2019 wieder ein abwechslungsreiches Programm aus Altbewährtem und Neuem bereit. Wir geben einen Terminüberblick. Außerdem: Ein Unterschleißheimer (21) hat in Moosburg sein Unwesen getrieben - wegen diverser Straftaten landete er nun vor dem Richter.

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