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Moosburg und Sawbridgeworth: Städtepartner mit ähnlichen Erfahrungen beim Klimaschutz

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Von: Andreas Beschorner

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Die Stadträte Johannes Becher (l.) aus Moosburg und David Royle aus dem englischen Sawbridgeworth bei London in einer Zoom-Videokonferenz.
Berichteten ihrem virtuellen Gegenüber von Klimaschutzbemühungen und -Zielen in ihren Orten: die Stadträte Johannes Becher (l.) aus Moosburg und David Royle aus dem englischen Sawbridgeworth bei London. © Screenshot: zz

Geht es um den Klimaschutz, hat man in Moosburg und dessen englischem Städtepartner Sawbridgeworth ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, wie sich jetzt herausstellte.

Moosburg – Klimaschutz hat in Moosburg seit vielen Jahrzehnten Tradition. Und wie steht es um den Klimaschutz in der Partnerstadt Sawbridgeworth bei London? In einer Zoom-Videokonferenz am Mittwochabend tauschte man sich virtuell über Maßnahmen und Vorhaben aus – Dolmetscher inklusive. Und auch wenn die Dreirosenstadt schon viel weiter ist als die Gemeinde bei London, so zeigte sich doch: Vieles – Probleme und Themen – ist ähnlich gelagert.

Johannes Becher (Grüne) und Partnerschaftsreferent Erwin Weber (CSU) hatten die Idee zu dieser Form des Austauschs, David Royle, Councillor – also Stadtrat – in Sawbridgeworth, hatte das Thema Klimaschutz angeregt. Und so erläuterten Vertreter beider Kommunen nach der kurzen Vorstellung ihrer Gemeinde, was sich denn in Sachen Klimaschutz auf kommunaler Ebene tue.

Partnerstadt wächst um 6000 neue Häuser

Rund 10.000 Einwohner zählt Sawbridgeworth, in nächster Zeit werden aber 6000 neue Häuser gebaut, berichtete Royle. Nachdem sich aus einer Idee der örtlichen Pfadfinderinnen zur Vermeidung von Plastik und Kunststoff der Verein „Nachhaltiges Sawbridgeworth“ gebildet habe, so Royle, habe man die Klimakonferenz „COP26“ Ende 2021 in Glasgow und den Dokumentarfilm „Tomorrow“ genutzt, um unter den Bürgerinnen und Bürgern Ideen zu sammeln, wie man die Energiewende vor Ort hinbekommen könne.

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Daraus – und da sei man gerade dabei – wolle man nun eine Art Handlungskonzept erstellen, das Themen wie Gemeinschaftsgärten, Fahrradwege, regionales Einkaufen, Müllvermeidung oder auch klimafreundliches Bauen umfasse. Wichtig, dessen war sich Royle bewusst: Man müsse die Bevölkerung, die Organisationen vor Ort, die Schulen und Vereine mitnehmen, sonst könne das nicht klappen. Der Stadtrat von Sawbridgeworth habe dem schon zugestimmt und auch der Landkreis habe den Klimanotstand ausgerufen – mit allen Folgen. Probleme bei der Umsetzung gebe es freilich wegen der mangelnden Kapazitäten und auch wegen fehlender finanzieller Mittel.

Stadtrat und MdL Johannes Becher sprach den Teilnehmern aus Moosburg wohl aus der Seele, als er sagte: „Viele Themen kommen mir bekannt vor.“ Wie bekannt, das zeigte dann 3. Bürgermeister und Umweltreferent Michael Stanglmaier (Grüne) in der Präsentation mit dem Titel „Energiewende in Moosburg“: Jede Menge Konzepte und Initiativen aus den vergangenen 20 Jahren, dazu noch mehr Einzelmaßnahmen, stellte Stanglmaier exemplarisch vor.

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