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Den Sozialladen aufbauen wollen (v. l.) Stadtrat Johannes Becher, Ex-Stadtrat Klaus Reichl und Webdesigner Sebastian Eiden – es bleibt aber eine schwere Aufgabe.

Helfer und Förderer benötigt

Tante-Emma-Sozialladen anstatt NoWasWert: Neues Projekt in Moosburg

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Moosburg - Tante Emma soll NoWasWert ersetzen. Die Projektidee für einen Sozialladen auf ehrenamtlicher Basis ist lange gereift. Jetzt rühren die Initiatoren die Werbetrommel. Man braucht Helfer und Förderer, um im Herbst starten zu können.

„Wir setzen auf die soziale Gemeinschaft in Moosburg“, sagt Johannes Becher. Der Stadtrat hat zusammen mit dem Ex-Stadtrat Klaus Reichel und dem Webdesigner Sebastian Eiden die Idee eines „Tante Emma“-Sozialladens so weit vorangetrieben, dass man jetzt kurz vor der Realisierung steht. Denn: Nach dem Aus für das Sozialkaufhaus NoWasWert war dem Trio klar, dass man Ersatz schaffen müsse. Und zwar auf ehrenamtlicher Basis. Herausgekommen ist jetzt die Idee eines Sozialladens, der nicht nur gespendete Sachen wie Bücher, Platten, Möbel, Kleidung und Haushaltswaren anbietet, sondern auch als Treffpunkt und Begegnungsstätte fungieren soll. Entsprechende Räumlichkeiten – nämlich möglichst in der Innenstadt, hell und im Erdgeschoß – habe man schon gefunden, den Mietvertrag allerdings noch nicht unterschrieben, schildert Johannes Becher den Stand der Dinge.

Doch damit es wirklich was wird mit dem Sozialladen in der Trägerschaft eines Tante Emma e.V. braucht man Mitglieder. Und zwar sowohl solche, die wirklich mitanpacken und vier Stunden pro Woche im Laden stehen, als auch solche, die als Fördermitglieder finanziell dem Projekt unter die Arme greifen. Am Dienstag, 7. Juni, wird es dazu im Gasthaus Zur Länd eine erste Informationsveranstaltung geben, zu der man besonders die Vereine und Organisationen eingeladen hat. Am Donnerstag, 9. Juni, will man bei einer zweiten Veranstaltung (beide Male Beginn um 20 Uhr) im Gasthaus Zum Hirschen vor allem die Jugend animieren, bei Tante Emma mitzumachen. Je nachdem, wie positiv die Resonanz ist und wie viele Bürger sich bereit erklären, das Projekt tatkräftig und finanziell zu unterstützen, wird man entscheiden, ob man die weiteren Schritte einleitet oder die Projektidee begräbt.

Finanziell, so weiß Eiden, sei das „keine leichte Aufgabe“ – Miete, Nebenkosten, Entsorgung, Werbung, Erstausstattung, all das müsse bezahlt werden. Reichel ist allerdings zuversichtlich: Wenn man auf den Umsatz komme, den NoWasWert erreicht habe, dann sei das Projekt in trockenen Tüchern. NoWasWert sei bekanntlich ja nur deshalb am Geld gescheitert, weil die Träger Caritas und BRK hauptamtliche Kräfte beschäftigt hatten. Jetzt versucht man es eben ehrenamtlich, will zunächst einmal an drei Tagen pro Woche (nämlich Donnerstag bis Samstag) aufsperren.

Auch wenn das Initiatoren-Trio das nicht als vordringlich ansieht, so hofft man doch auch auf eine Unterstützung durch die Stadt. Becher kann sich beispielsweise eine Fördermitgliedschaft der Kommune vorstellen.

Reichel, engagiertes Mitglied im Helferkreis Asyl, sagte, dass wohl auch die Kleiderkammer des Helferkreises in den Tante Emma Sozialladen integriert würde. Und er könne sich gut vorstellen, dass Flüchtlinge bei dem Projekt mitwirkten.

Die Idee ist also ausgereift, die Vorbereitungen für den Projektstart sind beinahe abgeschlossen. Jetzt braucht man nur noch Helfer und Förderer, die beweisen, dass Moosburg „eine soziale Gemeinschaft“ ist.

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