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Frei- und Sporthallenbad (r.) sollen Seite an Seite liegen, um Synergien hinsichtlich Technik und Personal nutzen zu können. Fünf Bahnen à 25 Meter Länge werden nun in den Planungen zum Hallenbad weiter verfolgt.

Grundsatzentscheidung

Trotz Debatte um Millionen-Hallenbad: Moosburgs Räte bekennen sich zum Neubau

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Dass es ein neues Hallenbad braucht, darüber war man sich einig. Der Knackpunkt bei der Debatte im Stadtrat war die Finanzierung. Nach langer Diskussion kam es dann zu einer wegweisenden Grundsatzentscheidung.

Moosburg – Das Thema Hallenbad bewegt die Moosburger. Dessen sind sich auch die Stadträte und Bürgermeisterin Anita Meinelt bewusst. Nur ob und wie man das finanzieren soll, darüber war man sich bis zuletzt uneinig. Die Debatte in der Sitzung am Montag drehte sich im Kreis, am Ende traf man eine Grundsatzentscheidung: die Planungen voranzutreiben und das Hallenbad zu bauen.

Zu Beginn der Diskussion pochte Bürgermeisterin Anita Meinelt darauf, sich endlich zu entscheiden. „Ja, wir leisten uns das – oder eben nicht.“ Doch eigentlich war die Entscheidung ja schon einmal gefallen: Vergangenes Jahr im November hatten die Räte dem Bau eines Hallenbads auf dem Gelände des Freibads zugestimmt. War das schon eine grundlegende Entscheidung? Darüber war man sich nicht einig. Georg Hadersdorfer (fraktionslos) stellte nach gut zweistündiger Debatte schließlich den Antrag auf besagten Grundsatzbeschluss. Diesem Antrag stimmte die Mehrheit zu.

Fassungsloses Kopfschütteln bei den Gegnern des Acht-Millionen-Plans

Andere schüttelten angesichts dieser Entscheidung fassungslos den Kopf. Johannes Becher (Grüne) zum Beispiel, der immer wieder in der Vergangenheit auf eine ordentliche und klare Finanzplanung gedrängt hatte. Die selbe Problematik sahen unter anderem auch Martin Pschorr und Gerhard Beubl (beide SPD) sowie Alfred Wagner (fraktionslos). Letzterer bemängelte unter anderem die Aussagekraft der Sitzungsunterlagen als Entscheidungsgrundlage. Sein Antrag auf Aufschub einer Entscheidung bis zu den Haushaltsberatungen fand aber nur fünf Zustimmungen.

Becher mahnte noch einmal die aktuelle Haushaltslage an und sagte: „Ich verstehe den Wunsch, aber ich will ernsthaft diskutieren, wie wir uns acht Millionen Euro leisten können.“ Auch das jährlich geschätzte Defizit von gut 200.000 Euro machte ihm Sorgen. Diese Summe nämlich stellten die mit den ersten Planungen beauftragten Fachleute in den Raum. So viel in etwa würde der Bau eines Hallenbades mit fünf Bahnen brutto kosten.

Fünf Bahnen müssen es mindestens sein

Das stand nämlich eigentlich auf der Tagesordnung: die Vorstellung der ersten Planungsvarianten sowie eine Kosteneinschätzung. Die Räte stimmten dann darüber ab, welche Variante weiter verfolgt werden sollte. Fünf Bahnen müssen es mindestens sein, wenn man langfristig denken will. Darüber war man sich einig. 

Aufgrund der Boden- und Grundwassersituation wird außerdem eine Lösung verfolgt, die ein Becken im Obergeschoß (die Technik soll im Erdgeschoß angesiedelt werden) vorsieht. Synergieeffekte zwischen Frei- und Hallenbad hinsichtlicht Personal, Reinigung, Beheizung und Parkplatz sollen bestmöglich genutzt werden, um Kosten zu sparen.

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