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Das Neubaugebiet an der Kirchfeldstraße in Aich ist vom Moosburger Stadtrat auf den Weg gebracht worden.

Stadtrat gibt Grünes Licht

Trotz Kritik: Neubaugebiet in Aich auf den Weg gebracht

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Die Kritiker wurden überstimmt: Moosburgs Stadtrat hat die Pläne für das Aicher Neubaugebiet an der Kirchfeldstraße zur Öffentlichkeitsbeteiligung freigegeben.

Moosburg – Lange Zeit wurde an dem Bebauungsplan für das Neubaugebiet in Aich an der Kirchfeldstraße geplant und umgeplant, bis das Vorhaben nun ins Verfahren gehen kann. Bei der Freigabe für die Öffentlichkeitsbeteiligung wurden die Kritiker der Planung mit 20:3 recht deutlich überstimmt.

Das an den Friedhof angrenzende Gebiet besteht aus 32 Parzellen, von denen vier mit sechs Wohneinheiten und die restlichen mit einer Wohneinheit eingeplant sind. Gerhard Beubl (SPD) sieht diese Planung als ziemlich massiv für den Ort an: „Das ist hart an der Grenze von dem, was Aich verkraften kann.“ Erwin Weber (CSU) entgegnete dem, dass Moosburg einen hohen Siedlungsdruck habe und dem Rechnung tragen müsse. Das Baugebiet sei mit Blick auf die Umgebung quasi eine innerörtliche Nachverdichtung. Alfred Wagner (Grüne) würde da eine generelle Entwicklungsplanung für Moosburg und seine Ortsteile als sinnvoll erachten.

Wagner hatte aber auch noch konkrete Kritikpunkte und forderte, „dass die Planung noch einmal zurück muss in die Überarbeitungsphase“. Unter anderem störte ihn die Straßenerschließung mit zwei Sackgassen, „in denen irgendwann geparkt wird und dann gibt es Probleme“. Sein Wunsch war unter anderem die Einrichtung einer Ringstraße in dem Neubaugebiet. Bürgermeisterin Anita Meinelt entgegnete Wagner, dass diese Lösung auch nicht weniger Fläche für Straßen benötige wie die Sackgassen. Sie sah auch keine Schwierigkeiten für die Müllabfuhr in den Sackgassen wegen ausreichend großer Wendezonen.

Altenbeck fürchtet Sicherheitsrisiko

Die Ringstraße wurde dann mit 7:16 Stimmen abgelehnt. Wagner fand auch keine Mehrheit für seine weiteren Änderungsanträge mit anderen Garagenplanungen (7:16), einem größeren Spielplatz (8:15) oder nach Süden ausgerichteten Gebäuden (4:19). Bürgermeisterin Meinelt sah keinen Bedarf mehr für neuerliche Veränderungen der Planung. In den Reihen von CSU und Freien Wähler, die den Bebauungsplan einen Schritt näher an die Umsetzung bringen wollten, hatte sie eine stabile Mehrheit.

Recht einig waren sich die Stadträte bei den Ausfahrten aus einigen Grundstücken direkt in die Staatsstraße hinein sowie der Straßenausfahrt aus dem neuen Wohngebiet. „Diese Zufahrt ist nicht so ganz bezaubernd“, sagte etwa Martin Pschorr (SPD). Evelin Altenbeck (Grüne) bezeichnete die Hofausfahrten in die Staatsstraße gar „als ein Sicherheitsrisiko“. Ihr Vorstoß für die Überplanung der Ausfahrten bekam mit 6:17 Stimmen auch keine Mehrheit.

Letztlich wurde dann noch die mehrfach überarbeitete Planung für die 32 neuen Bauparzellen in Aich beschlossen. Nun gehen die Unterlagen weiter zur vorgezogenen Beteiligung von Behörden und der Öffentlichkeit.

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