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Auf diesem Grundstück an der Münchener Straße 88 sollen 14 neue Wohneinheiten entstehen. Der Antrag stößt nicht bei allen Stadträten auf Gegenliebe.

Umstrittenes Bauvorhaben

Trotz massiver Kritik: Neubau am Moosburger Ortseingang genehmigt

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Auch wenn es manch ein Stadtrat für „absolut untragbar“ hielt, darf am Ortseingang von Moosburg ein Bauprojekt realisiert werden. Der Bauausschuss gab denkbar knapp Grünes Licht.

Moosburg – Münchener Straße 88 – diese Adresse ist inzwischen stadtbekannt. Dort, wo ein altes Häuschen steht, werden demnächst wohl drei Wohnhäuser mit 14 Wohneinheiten und Tiefgarage stehen. 13 auf 15 Meter groß sind die drei Blöcke, die zwei Privatpersonen dort errichten wollen. Doch das Vorhaben stieß im Bauausschuss auf Widerstand.

Ein erster Bauantrag war im Oktober abgelehnt worden, weil er so gar nicht dem im Frühjahr genehmigten Vorbescheid entsprach (wir haben berichtet). Nun haben die Bauwerber neuerlich einen Antrag eingereicht, der dieses Mal mit dem genehmigten Vorbescheid deckungsgleich war. Doch den Rechtsanspruch, den die Verwaltung und auch Gerhard Beubl (SPD) den Bauherren deshalb zubilligte, sahen nicht alle Stadträte. Erwin Köhler (UMB) beispielsweise hielt das Vorhaben aufgrund seiner Größe für „nicht einfügungsgeeignet“, Jörg Kästl (ÖDP) war gegen das Vorhaben, weil er schon gegen den Vorbescheid votiert habe und glaube, dass die Häuser wegen der Hanglage „ein ziemlicher Klotz“ wären.

Während Grünen-Rat Michael Stanglmaier noch recht zurückhaltend die Situierung der Besucherstellplätze beurteilte („Das geht so nicht“), wurde seine Fraktionskollegin Evelin Altenbeck deutlicher: Weil die Anordnung der Stellplätze bewirke, dass die Pkw-Lenker auf Rad- und Fußwegen rangieren müssten, sei das Vorhaben „absolut untragbar“ und bedeute eine „lebensgefährliche Falle“. Im Vorbescheid sei doch versprochen worden, dass man diese Situation verbessere. Außerdem war Altenbeck der Ansicht, durch das Bauvorhaben werde der westliche Ortseingang von Moosburg „verschandelt“. Gegen das Vorhaben war auch Georg Hadersdorfer (CSU). Doch die Mehrheit der Räte votierte für das Vorhaben. 7:5 ging die Abstimmung aus.

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