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Volle Besucherreihen gab es nicht bei jedem Event des Sommerfestivals. Die Organisatoren sind trotzdem mit dem Verlauf der drei Wochenenden zufrieden – und planen bereits Veranstaltungen für die kommenden Jahre. 

Bilanz des Moosburger Sommerfestivals

Trotz „Plus-Minus-Null“ neue Pläne

Das erste Moosburger Sommerfestival auf dem „Plan“ ist vorbei – Zeit für eine Bilanz. Nach Angaben der Veranstalter kamen rund 3000 Besucher in die gute Stube der Moosburger Innenstadt, um an drei Wochenenden Ende Juli und im August Musik, Kino und Kleinkunst zu genießen.

Moosburg – „Schade, dass es vorbei ist“: Das mag sich so mancher Moosburger denken. Doch die Veranstalter planen ein Comeback im Sommer 2019. Nach Auskunft von Astrid von Willmann vom Verein Kultur-Moosburg, dem Ausrichter des Festivals, dürfen sich die Moosburger in zwei Jahren wieder auf ein Sommerfestival freuen. Vorausgesetzt, die Stadt Moosburg werde mitziehen: Denn ohne die kommunale Finanzspritze in Höhe von 20 000 Euro sowie diverse Sponsorengelder hätte die Veranstaltung nicht ge-stemmt werden können.

Gut besucht sei der Auftakt am 28. Juli gewesen. Das Kammerorchester Moosburg unter der Leitung von Erwin Weber hatte das Festival mit bekannten Werken aus Operetten, Musicals und Filmmusik eröffnet. Tags darauf sei man bei der „Red-Corner-Night“ jedoch auf den Eintrittskarten sitzengeblieben, bedauerte von Willmann. Obwohl man mit der international renommierten Band Russkaja einen Publikumsmagneten engagiert hatte, sei der Ansturm ausgeblieben. Statt der kalkulierten 1000 Besucher seien nur knapp 200 gekommen.

Möglicherweise hatten die jungen Musikfans das Red-Corner-typische Festivalgefühl mit Zelten und allem Drumherum vermisst, was auf dem „Plan“ natürlich nicht möglich war.

Wetterkapriolen undstandhafte Besucher

Trotz der erwarteten Wetterkapriolen habe man bei der „Bayerischen Nacht“ am letzten Sonntag im Juli voll auf das Konzept „Open-Air“ gesetzt. Die Gäste hätten im einsetzenden Starkregen ausgeharrt. Dank der Unterstützung der Geistlichkeit in Person von Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger, der die Tore des Kastulusmünsters geöffnet hatte, konnte sich das Publikum kurzzeitig dorthin flüchten.

Kabarettist Josef Hader lockte stolze 650 Besucher auf den „Plan“. Dafür sei der Theater-Abend zum Abschluss mit 250 Zuschauern unter den Erwartungen geblieben, bilanzieren die Veranstalter. Finanziell habe man mit „Plus-Minus-Null“ abgeschlossen. Ob das Sommerfestival 2019 mit der erprobten dreiteiligen Struktur tatsächlich stattfinden könne, hänge davon ab, ob die Stadträte eine erneute finanzielle Unterstützung bewilligen. „Wir vom Verein würden sehr gerne im Zwei-Jahres-Rhythmus weitermachen“, sagt von Willmann. Allerdings werde man in das Programm Anregungen miteinarbeiten, die man im Zuge einer Umfrageaktion gewonnen habe, betont der Marketing-Beauftragte des Vereins, Gerd Rothe.

In abgespeckter Form soll es aber bereits im Herbst 2018 ein neuerliches Event geben: In Zusammenarbeit mit Moosburger Einrichtungen ist eine Jazz-Night für ein Wochenende im September geplant.

Maria Martin

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