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Menschen stehen in Trümmern nach den Erdbeben und dem Tsunami in Palu, Zentral-Sulawesi. Am Dienstag will die Hilfsorganisation Navis nach Indonesien aufbrechen.
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Menschen stehen in Trümmern nach den Erdbeben und dem Tsunami in Palu, Zentral-Sulawesi. Am Dienstag will die Hilfsorganisation Navis nach Indonesien aufbrechen.

Hilfsorganisation entsendet Fact-Finding-Team

Tsunami in Indonesien: Navis-Helfer aus Moosburg starten am Dienstag

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Nach den Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien bereitet Navis einen Einsatz vor: Die Moosburger Hilfsorganisation startet am Dienstag ins Katastrophengebiet.

Moosburg – Es ist ein bewundernswerter Automatismus, der bei Navis anläuft, sobald in den Nachrichten von schlimmen Naturkatastrophen die Rede ist. Am Sonntag wieder: „Nach den Erdbebenereignissen mit anschließendem Tsunami in Indonesien beobachten wir derzeit die Lage und entsenden ein Fact-Finding Team“, verkündete die Moosburger Hilfsorganisation gegen Mittag auf ihrer Facebook-Seite. „Mitglieder sollen ihre Verfügbarkeiten für einen Einsatz melden.“ 

Dass die Resonanz darauf nicht lange warten lässt, ist ebenfalls bemerkenswerte Navis-Routine. Wenige Stunden später stand die Besetzung für das dreiköpfige Erkundungs-Team und man machte sich daran, eine Flugverbindung zu organisieren.

Regierung sendet internationalen Hilferuf

Beinahe 1000 Tote sind durch die Beben und den Tsunami an der Westküste von Indonesiens viertgrößter Insel Sulawesi bislang zu beklagen, heißt es von offizieller Seite. Dazu kommen viele Hundert Verletzte. Die Stromversorgung ist unterbrochen, Hilfsgeräte sind nur schwer in die verwüstete Region zu bekommen.

Die Navis-Führung hatte die Geschehnisse von Anfang an aufmerksam verfolgt. Mit der Bitte der indonesischen Regierung um internationale Hilfe stand die Entscheidung zum Einsatz dann fest. „Wir wollen mit unserem Feldhospital und der Trinkwasseraufbereitung starten“, bestätigt Navis-Vorsitzender Wolfgang Wagner montagfrüh auf Nachfrage. „Dafür soll jetzt das Fact-Finding-Team den richtigen Standplatz finden.“

Insider-Informationen vom katholischen Pater aus Moosburg

Die Namen der Teammitglieder wollte Wagner noch nicht nennen – so sei es intern vereinbart worden. „Es handelt sich aber um drei erfahrene Hasen“, so der Vorsitzende. Ausgerüstet mit einer Grundausstattung wie Notfallrucksäcken für die Soforthilfe sollen sie am Dienstagmittag einen Flieger in die Katastrophenregion besteigen. Wagner: „Im schlechtesten Fall geht es in die Hauptstadt Jakarta, im günstigsten Fall direkt ins betroffene Gebiet auf der Insel Sulawesi.“ Man verfüge über Infos, wonach der dortige Flughafen bereits wieder betriebsbereit sei.

Überhaupt können die Moosburger Helfer auf umfangreiche Vor-Ort-Kenntnisse zurückgreifen: Wolfgang Wagner ist ein Duzfreund von Moosburgs Pfarrvikar Pater Gabriel Adur, der aus Indonesien stammt. „Das ist ein Glücksfall“, sagt Wagner. „Mit seinen Auskünften können wir unsere Helfer noch besser instruieren und auf die örtlichen Sensibilitäten vorbereiten.“ Die seien normalerweise nicht so leicht in Erfahrung zu bringen.

Das erste Team, das dann das richtige Navis-Camp aufbaut, soll wie gewohnt aus zehn eigenen Helfern und zwei Unterstützern der Organisation Apotheker ohne Grenzen bestehen. Dass wegen der Erfahrung aus dem Tsunami-Einsatz in Sri Lanka 2005 über so etwas wie Routine verfüge, wollte Wagner nicht gelten lassen: „Jede Katastrophe hat ihr eigenes Gesicht. Unsere Leute werden wieder mit Neuem konfrontiert, stellen sich darauf ein und lernen dazu.“

Die Helfer von Navis unterstützen

Spenden an die Hilfsorganisation sind wie folgt möglich: Navis e.V.; Sparkasse Moosburg; IBAN: DE66 7435 1740 0000 4140 00; BIC: BYLADEM1MSB.

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