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Der kleine Johannes (5) braucht seine Mama: Regina Hudler (39) ist an Leukämie erkrankt. Die Moosburgerin benötigt nun dringend einen Stammzellenspender.

Mutter von fünfjährigem Buben schwer krank

Typisierung in Moosburg: Lebensretter für Regina Hudler gesucht

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Moosburg - Im Kampf gegen ihre Leukämie-Erkrankung ist Regina Hudler (39) auf einen Stammzellenspender angewiesen. Der soll nun in Moosburg gefunden werden: bei einer großen Typisierungsaktion.

Regina Hudler aus Moosburg sucht dringend ihren genetischen Zwilling. Die 39-jährige Mutter braucht diesen „einen Menschen“, dessen Blut die gleichen genetischen Merkmale aufweist wie ihres. Diese eine Person zu finden, ist wie die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen.

Vor wenigen Monaten fing alles harmlos an. Regina Hudler dachte zuerst, sie hätte sich eine Sommergrippe eingefangen, und als es ihr nicht besser ging, suchte sie im Oktober ihren Hausarzt auf. Nach einigen Untersuchungen erhielt sie dann die niederschmetternde Diagnose: Leukämie. Nun musste sofort gehandelt werden.

Die Hiobsbotschaft zog der Moosburgerin den Boden unter den Füßen weg. Die lebensfrohe Frau steht zu diesem Zeitpunkt mit beiden Beinen im Berufsleben und hat, was noch viel schwerer wiegt, einen fünfjährigen Sohn: Johannes braucht seine Mama.

Die Mutter sagt: „Regina ist ein unglaublich positiver Mensch und eine Kämpfernatur“

Derzeit wird Regina Hudler im Klinikum rechts der Isar mit einer Chemotherapie behandelt und wartet darauf, dass ein Spender gefunden wird, damit so bald wie möglich eine Stammzellen-Transplantation durchgeführt werden kann. Das einzig Positive ist, dass die 39-Jährige eine tolle Familie und Freunde hinter sich weiß, die sie unterstützen, ihr Kraft geben. „Regina ist ein unglaublich positiver Mensch und eine Kämpfernatur. Wir machen, was wir können, um ihr zu helfen“, sagt ihre Mutter Annemarie. Und für Regina Hudler ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht alleine im Kampf gegen diesen Feind in ihrem Blut ist.

Ihr größter Weihnachtswunsch ist es, wieder vollständig gesund zu werden und für ihren kleinen Johannes da zu sein. Da aus der Familie keiner als Spender in Frage kommt, ist sie auf einen Fremdspender angewiesen. Deshalb ruft nun Regina Hudlers Familie zur Typisierung auf. Die Volkshochschule Moosburg (siehe Interview) hat sich freundlicherweise bereit erklärt, ihre Räume dafür zur Verfügung zu stellen.

Details zur Typisierungsaktion am 4. Dezember in Moosburg

Die Selbsthilfegruppe Leukämie Landshut e.V. und die Stammzellenspenderdatei Ulm Süd werden am Sonntag, 4. Dezember, von 11 bis 16 Uhr eine Typisierungsaktion durchführen. Die Kosten übernimmt die Selbsthilfegruppe. Eine Typisierung schlägt mit 50 Euro zu Buche. Willkommen sind deshalb auch Geldspenden, da sich diese Aktionen generell aus Spenden finanzieren. Die Bankverbindung der Selbsthilfegruppe lautet: Sparkasse Landshut, IBAN DE29 7435 0000 0000 8444 70, Verwendungszweck „Regina“.

So funktioniert‘s:

Ein kleiner Pieks, der Leben retten kann: Bei der Typisierungsaktion wird Freiwilligen eine geringe Menge Blut abgenommen. Die Probe wird dann im Labor untersucht.

Leukämie ist heilbar, wenn rechtzeitig der passende Spender gefunden wird. Austesten lassen kann sich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 55 Jahren. Bei der Typisierung werden aus einer geringen Menge Blut die Gewebemerkmale eines möglichen Spenders untersucht. Die Ergebnisse werden in anonymer Form von der Datenbank für Suchzentren weltweit zur Verfügung gestellt. Die Gewebeuntersuchung ist eine aufwendige molekulargenetische Untersuchung und kostet pro Spender 50 Euro. Diese Kosten müssen aus Spendenmitteln bezahlt werden.

Entgegen eines verbreiteten Irrglaubens hat eine Stammzell- oder Knochenmarkspende nichts mit dem Rückenmark zu tun. Eine Stammzellspende findet immer mit persönlicher Betreuung und einer umfassenden Aufklärung und Beratung durch spezialisierte Fachärzte statt. Spender verbleiben üblicherweise in der Datei, bis sie das 60. Lebensjahr vollendet haben. Freiwillige werden gebeten, am Tag der Typisierung ihre Gesundheitskarte mitzubringen. Das erleichtert eine rasche und fehlerfreie Aufnahme der Adressdaten.

Menschen, die bereits in einer Spender-Datenbank (wie beispielsweise der DKMS oder der Aktion Knochenmarkspende Bayern) registriert sind, müssen sich nicht mehr aufnehmen lassen. Weitere Infos online unter www.shg-leukaemie.de.

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