+
Nach drei Jahren beendet Klangfeld sein Engagement beim „Moosburger Silvester“

Klangfeld beendet Engagement am „Plan“

Überraschender Wechsel: Moosburger Silvesterparty hat neuen Veranstalter

  • schließen

Wenn heuer die Silvester-Korken am Moosburger „Plan“ knallen, dann wird die Party nicht mehr von Klangfeld veranstaltet. Stattdessen bringt sich ein neues Team in Stellung.

Moosburg – „Server nicht erreichbar“ ist auf der Internetseite www.moosburger-silvester.de derzeit zu lesen. Vor knapp einem Jahr warb der Eigentümer, die Moosburger Eventschmiede Klangfeld, dort noch für die „größte Silvesterparty der Region“. Doch nach drei Jahren in Folge ist jetzt Schluss mit diesem Engagement: „Es ist korrekt, dass wir die Feier heuer nicht mehr veranstalten“, sagt Thomas Sellmeir, Geschäftsführer von Klangfeld, und bestätigt damit entsprechende Informationen des FT. „Wir haben die Party drei Mal relativ erfolgreich gemacht. Aber wir sind uns nicht sicher, ob es das richtige Konzept für die Zukunft ist.“ 

Unter anderem der Umstand, dass man bei einer Open-Air-Party zum Jahreswechsel sehr stark dem Wetter ausgesetzt sei, habe laut Sellmeir zu der Entscheidung geführt: „Wir belassen es bei den drei schönen Jahren - auch wenn es mein persönliches Herzblut-Projekt war, das mir sehr viel Spaß gemacht hat.“

Das Team der Wirtschaft Planlos im Pöschlbräu übernimmt

Während das eine Team vorerst einen Schlussstrich zieht, hat sich ein anderes bereits in Stellung gebracht: Ein knappes Dutzend Helfer rund um das Moosburger Pächter-Paar Silvana und Claus Dick hat die Fäden für die Silvestersause in die Hand genommen. Die Gastronomen, die seit einem Jahr die Gaststätte Planlos im Pöschlbräu direkt am „Plan“ führen, hatten nach eigenen Angaben schon im August Wind davon bekommen, dass Klangfeld über einen Absprung nachdenkt. „Letztenendes konnte man uns im Rathaus erst am Donnerstag bestätigen, dass die bisherigen Veranstalter nicht mehr weiter machen“, sagt Silvana Dick. „Wir sind jetzt brutal spät dran für eine Silvesterparty, das ist uns klar.“ Aber dieser Herausforderung wolle man sich stellen.

Übernehmen das Ruder: Silvana (32) und Claus Dick (39) vom Wirtshaus Planlos im Pöschlbräu organisieren heuer die Moosburger Silvesterparty am „Plan“.

Dass das Konzept der vergangenen Jahre nicht zukunftsträchtig sei, davon ist auch Dick überzeugt: „Für eine Blaskapelle an Silvester knapp 15 Euro Eintritt zu verlangen, das war etwas unglücklich“, sagt die 32-Jährige. „Am Ende waren wohl zu wenig Leute da und es hat sich nicht mehr rentiert.“ Ihr schwebt nun alles eine Nummer kleiner vor: „So, wie es früher unter der Moosburg Marketing eG war, das erscheint uns vernünftig.“ 

Alles eine Nummer kleiner also. Silvana Dick: „Wir werden DJs auflegen lassen – DJ Rick und Discoplayerz. Dazu gibt es ein paar Getränke- und Essensstände.“ Vom Planlos-Team soll Pulled Pork angeboten werden, „und wir werden ein paar Gastronomen aus der Stadt fragen, ob sie ebenfalls mitmachen wollen“. Auf der Terrasse des Pöschlbräus sollen Cocktails serviert werden, auch einen kleinen VIP-Bereich werde es geben. Im Inneren will die Wirtin ihren Gästen am Abend ein Fünf-Gänge-Menü servieren, später dient der Gastraum zur Aufwärm-Stube für die kalte Silvesternacht.

Ein Sponsor steht bereits parat

Als Hauptsponsor soll die Landshuter Wittmann-Brauerei einspringen, man sei da bereits in Gesprächen, berichtet Dick. Unterstützung komme auch vom Wanger Veranstaltungstechnik-Unternehmen Orange, das sich bereits seit Jahren um Licht und Ton beim Moosburger Silvester kümmert. „Die haben noch die alten Pläne“, zeigt sich Silvana Dick zuversichtlich. Auch die Stadtverwaltung habe bereitwillig ihre Hilfe angeboten.

Über die Eintrittspreise hat sich das Wirte-Paar ebenfalls schon Gedanken gemacht: „Wir werden fünf Euro verlangen, mit zwei Euro Verzehr. Der Eintritt ist ab 16 Jahren möglich.“ Das Sicherheitskonzept will man im Wesentlichen vom Sommerfestival übernehmen, als der zentrale Marktplatz komplett abgesperrt war.

Dreifacher Stress: Silvester, Pöschlbräu - und Freudenstein

Für die Dicks und ihre Unterstützer geht mit der heißen Planungsphase nun der Stress so richtig los. Denn parallel betreiben sie nicht nur das Planlos, sondern haben vor Kurzem auch noch das Gasthaus Drei Tannen an der Thalbacher Straße übernommen, besser bekannt unter dem Namen Freudenstein. Dort wird nach der Aufgabe von Wirtslegende Zenta Freudenstein gerade alles umgebaut und neu hergerichtet.

Silvana Dick will beide Wirtschaften künftig parallel betreiben. „Viel zu tun, ja“, sagt sie und lacht. „Aber als uns das Drei Tannen angeboten wurde, konnten wir nicht Nein sagen – so ein Objekt kriegst du die nächsten Jahre nicht mehr.“ Und das Planlos, „das ist und bleibt mein Lebenstraum“.

Klangfeld bietet seinen Nachfolgern Hilfe an

Nun liegt der Fokus erst einmal aber bei der Silvesterparty. Und da können die neuen Veranstalter bei Engpässen offensichtlich auch auf die Rückendeckung ihrer Vorgänger bauen. Denn Klangfeld-Chef Thomas Sellmeir betont: „Wenn sie irgendwas von uns benötigen oder wir sie unterstützen können, brauchen sie sich nur bei uns zu melden.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tierbesitzer aufgepasst: Rattengift-Köder in Moosburg gefunden
Das ist dreist - und lebensgefährlich für die Tiere: Ein Unbekannter hat am späten Montagnachmittag eine Wiener, die ausgehöhlt und mit Rattengift gefüllt war, an der …
Tierbesitzer aufgepasst: Rattengift-Köder in Moosburg gefunden
Feinste Volksmusik im neuen Kulturtempel
Sozusagen in neuem Gewand kam das Alpenländische Adventsingen des Freisinger Tagblatts am Sonntag daher. Die ansonsten überaus nüchtern wirkende Luitpoldhalle war ganz …
Feinste Volksmusik im neuen Kulturtempel
Weltpremiere: Nachhaltige Erleuchtung in Moosburg
Sie sind aus Ecopolytec und besitzen 45 Prozent Holzanteil: Straßenlampen der Firma Langmatz, von denen seit einem halben Jahr sechs Stück am Krankenhausweg in Moosburg …
Weltpremiere: Nachhaltige Erleuchtung in Moosburg
Hubschrauber schreckt Freisinger auf - und dann ist doch alles ganz anders
Eine Alarmanlage eines Supermarkts an der Erdinger Straße hat angeschlagen - und die Polizei hat schnell reagiert. Ein Hubschrauber stieg in die Luft. Die Fahndung blieb …
Hubschrauber schreckt Freisinger auf - und dann ist doch alles ganz anders

Kommentare