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Debatte um Jungheinrich-Bauantrag in Moosburg-Degernpoint.

In Moosburg-Degernpoint

Umstrittene Parkplatz-Pläne von Jungheinrich: Debatte um Flächenversiegelung

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Der Jungheinrich-Konzern will an seinem Werk in Degernpoint Mitarbeiterparkplätze schaffen. Doch einige Moosburger Stadträte hatten Bauchweh bei dem Antrag.

Moosburg – Jungheinrich, Moosburgs größter Arbeitgeber, braucht an seinem Werk in Degernpoint neue Parkplätze und soll sie auch bekommen. Der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans war jetzt im Stadtrat dennoch eine schwere Geburt, weil der Flächenverbrauch etlichen Mitgliedern des Gremiums Bauchschmerzen bereitet. Bürgermeisterin Anita Meinelt musste hart um einen Kompromiss ringen.

Das von Jungheinrich beantragte Verfahren sieht vor, dass auf der 1,73 Hektar großen Fläche nördlich des Werks ebenerdig Mitarbeiterparkplätze geschaffen werden sollen. Das Grundstück wird eingegrenzt vom Hagebaumarkt und dem Rotkreuzflutkanal.

Das Hauptproblem von Stadträten mehrerer Fraktionen war der enorme Flächenverbrauch. 3. Bürgermeister und Umweltreferent Michael Stanglmaier (Grüne) betonte, dass seine Fraktion einem ebenerdigen Parkplatz nicht zustimmen könne, und ein Parkhaus mit drei Etagen wohl nur 40 Prozent der Fläche benötigen würde. Auch 2. Bürgermeister Josef Dollinger (FW) erinnerte sich gut an den Rechtsstreit um eine Begrenzung der künftigen Flächenversiegelung in Bayern: „Das können wir wirklich nicht bringen gegen den Druck der Zeit.“

Die Verwaltung warnte jedoch davor, ein mehrgeschoßiges Gebäude zu errichten. Bauamtsleiter Herbert Held gab zu bedenken, dass der Stadtrat damit einen Präzedenzfall mit Baurecht für eine benachbarte Fläche schaffen würde. Bürgermeisterin Anita Meinelt deutete an, dass derzeit die gesamte Fläche als Parkplatz genutzt werden soll, Jungheinrich in Zukunft aber hier Erweiterungsflächen sehe. So könnte das Parkhaus in Etappen kommen, in Verbindung mit einem weiteren Werksgebäude. Jetzt direkt ein Parkhaus könnte kontraproduktiv für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sein.

Kompromiss auf den letzten Drücker

Den Stadträten war das zu wenig. Einige Mitglieder des Gremiums äußerten die Befürchtung, nach dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan nicht mehr bei der Planung mitsprechen zu können. Meinelt entgegnete dem kopfschüttelnd, dass der Beschluss erst den Start der Planung markiere, und der Stadtrat den gesamten Prozess begleite.

Der Antrag von Alfred Wagner (Grüne), die Aufstellung des Bebauungsplans einfach zu vertagen, wurde mit 5:17 Stimmen deutlich abgelehnt. Dem gegenüber fordert Rudolf Heinz (CSU) die Zustimmung zu dem Antrag des Konzerns: „Wir können Jungheinrich nicht nur Büros genehmigen, sondern müssen dann auch die notwendigen Parkplätze schaffen.“

Meinelt fand auf den letzten Drücker doch noch einen Kompromiss: mit dem Beschlusszusatz, dass ein mehrstöckiges Parkhaus geprüft werde und ein ebenerdiger Parkplatz wasserdurchlässig gestaltet werden soll, etwa durch Rasensteine. Dieser Kompromiss bekam mit 20:2 Stimmen eine breite Mehrheit. Deutlich enger war es dann aber doch bei der eigentlichen Bebauungsplanaufstellung – mit 13:9 Stimmen.

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