Grafik Lageplan Neue Industriestraße mit Hotel-Bauvorhaben in Moosburg
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In der Moosburger Neustadt befindet sich das Grundstück (gegenüber des Rewe-Markts). Ein Investor möchte dort einen Hotel-Einzelhandel-Büro-Mix realisieren.

Kritiker überstimmt

Umstrittenes Projekt: Knappe Zustimmung für neues Apartmenthotel im Moosburger Industriegebiet

  • Armin Forster
    vonArmin Forster
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Moosburg gibt einem Großprojekt Grünes Licht: Der Bauausschuss hat jetzt einen Bauvorbescheid für ein Apartmenthotel abgesegnet. Auch Läden sind dort geplant.

Moosburg - Ein in Moosburg umstrittenes Vorhaben hat am Donnerstag einen Schritt Richtung Realisierung genommen: Der Bauausschuss des Stadtrats erteilte dem Vorbescheid zum Neubau eines Apartmenthotels mit hauchdünner Mehrheit das gemeindliche Einvernehmen.

Wie berichtet, will ein Freisinger Immobilienunternehmen den früheren Baufachmarkt „Schwarz und Sohn“ an der Neuen Industriestraße durch einen 30 mal 81 Meter großen Neubau mit einer Wandhöhe von 14,4 Metern und teilweise vier Geschoßen ersetzen. Ebenerdig sollen drei Läden mit Verkaufsflächen bis 800 Quadratmeter entstehen, darüber sind Büros und ein Apartmenthotel vorgesehen. Parkplätze sollen in einer Tiefgarage sowie im Außenbereich entstehen.

SPD-Rat: „Wen soll das Hotel dort stören?“

Weil unter anderem eine „Dauernutzung“ durch Hotelgäste sowie eine Unvereinbarkeit des Projekts mit dem Charakter des Industriegebiets befürchtet worden war, hatte der Bauausschuss das Projekt im November abgelehnt (7:5). Das Landratsamt, die letztendliche Genehmigungsbehörde, wies die Stadt im Februar jedoch auf die Zulässigkeit des Vorhabens hin.

Bauamtsleiter Herbert Held und Ortschef Josef Dollinger (FW) erneuerten am Donnerstag ihre Ablehnung und verwiesen abermals darauf, dass die beantragte Hotel-Nutzung nur in einem Gewerbe-, nicht aber im betreffenden Industriegebiet zulässig sei. Evelin Altenbeck (Grüne) warnte außerdem vor einem steigenden Verkehrsaufkommen. Gerhard Beubl (SPD) sah die Sache jedoch „wie das Landratsamt, und das wird die Baugenehmigung am Ende ohnehin erteilen“. Beubl: „Wen soll das Hotel dort stören?“ Auch für Karin Linz (CSU) stand fest: „Das passt da rein!“ FW-Rat Ludwig Kieninger sah ebenfalls „sehr großen Bedarf“ für diese Art der Unterkunft. Und so votierten am Ende 6:5 Stadträte für die Absegnung des Bauvorbescheids.

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