+
Unzählige Zelte, Pavillons, Campingausrüstung, Müllsäcke und vieles mehr haben die Partygäste und Camper auf dem Gelände rund um den Moosburger Aquapark hinterlassen.

Aufräumarbeiten am Moosburger Aquapark

„Utopia Island“: Zelte und Co. werden an Bedürftige gespendet

  • schließen

Moosburg - Das dreitägige Festival „Utopia Island“ hat seine Spuren am Moosburger Aquapark hinterlassen. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gang. Gut erhaltene Sachen wie Zelte, Pavillons und Co. werden von den Verantwortlichen an Bedürftige gespendet.

Seit fünf Jahren bietet sich den Verantwortlichen von „Utopia Island“ nach dem dreitägigen Festival das gleiche Bild: Unzählige Zelte, Pavillons, Campingausrüstung, Müllsäcke und vieles mehr haben die Partygäste und Camper auf dem Gelände rund um den Moosburger Aquapark hinterlassen. Der Anblick schockiert Lorenz Schmid, einer der Geschäftsführer der Klangfeld Live GmbH, weniger als die Tatsache, dass sich viele neu- und hochwertige Sachen unter den Hinterlassenschaften finden. „Die Leute regen sich über hohe Ticketpreise und zu hohes Pfand auf, aber hinterlassen eine Campingausrüstung im Wert von 50 bis 60 Euro.“ Den Grund kann er nur vermuten: Schlechtes Wetter, Müdigkeit, keine Lust – alles Erklärungsversuche, warum die Gäste ihre Ausrüstung nicht mehr mitnehmen.

Unmittelbar nach dem Festival waren die Verantwortlichen vor Ort und haben das Gelände inspiziert. „Die gut erhaltenen und neuwertigen Sachen haben wir gleich am Sonntag noch abgebaut und gelagert. Wir werden diese an Bedürftige spenden“, erzählt Schmid vom Konzept der Klangfeld GmbH. Was nicht mehr verwendet werden kann, wird entsorgt, nachdem es zuvor nach Plastik, Metall und Co. streng getrennt worden ist.

Lorenz Schmid

Bereits während des Festivals setzen die Verantwortlichen auf Umweltschutz: Plakate mit der Aufschrift „Sei lieb zu deiner Umwelt – du hast nur eine Erde“ wurden neben den rund 150 Müllbehältern aufgehängt. Zudem erhalten die Gäste im Eingangsbereich zum Camping Village kostenlose Müllsäcke, die sie an allen Dixi-Stationen in großen Müllcontainern entsorgen können – ohne Müllpfand. Jedoch: „15 000 Leute zu erziehen ist ein Ding der Unmöglichkeit.“

Nicht zuletzt auch deshalb hat das Thema Abfallentsorgung einen hohen Stellenwert bei den Klangfeld-Geschäftsführern Thomas Sellmeir, Lorenz Schmid und Goran Marincic. Und das Konzept ist „generalstabsmäßig durchgeplant“, berichtet Schmid: Bereits einen Tag nach dem Festival hätten 30 Personen begonnen, den Müll der Partygäste zu entsorgen. „Aber das dauert halt ein paar Tage.“ Verstärkt wurde der Reinigungs- und Abbautrupp von Mitgliedern des EV Aich: „Die sind jedes Jahr mit 20 Leuten da und unterstützen uns beim Abbau“, erzählt Schmid. Als Dankeschön gibt’s von den Veranstaltern eine Spende für die Vereinskasse.

Auch die Straßen wurden bereits einen Tag nach dem Festival geräumt, sodass um 19 Uhr bereits die Kehrmaschine anrollen konnte. Eine Grundreinigung des Geländes versteht sich für Schmid von selbst. Zudem ist es schon Tradition, dass am Freitag nach Utopia eine Feldbegehung mit den Landwirten stattfindet, schließlich sollen die Felder schnellstmöglich wieder angesäht werden können.

Eine Woche nach dem Event ist Lorenz Schmid zufrieden mit den Aufräumarbeiten: „Wir liegen voll im Zeitplan. In zwei Tagen finden Sie hier keinen Müll mehr“, sagt er im FT-Gespräch und verspricht auch für künftige Events: „Wir kümmern uns um den Müll.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nach Bluttat in Hallbergmoos: Jahrelange Haftstrafe für Asylbewerberin
Was der Grund für die Bluttat in einem Hallbergmooser Asylbewerberheim gewesen sein mag, konnte vor dem Amtsgericht Freising am Dienstag nicht geklärt werden. Tatsache …
Nach Bluttat in Hallbergmoos: Jahrelange Haftstrafe für Asylbewerberin
Das Herz an den Fasching verloren
Eine restlos ausverkaufte Halle, Gäste in edler Abendgarderobe, ein festliches Ambiente und Musik von der Showband Dolce Vita: Die Messlatte für diesen Fasching wurde …
Das Herz an den Fasching verloren
Volkmannsdorf: „Sperrung überzogen“ - Entlastung für Anlieger in Sicht
Die überraschende Vollsperrung in Volkmannsdorf beschäftigte jetzt auch den Wanger Gemeinderat. Wie es scheint, könnte die Lage für Anwohner bald erträglicher werden.
Volkmannsdorf: „Sperrung überzogen“ - Entlastung für Anlieger in Sicht
Abstimmung im Stadtrat: Emotionale Debatte um Parkplatz am Stadtgraben
Als „Coup“ hatte es Moosburgs Bürgermeisterin bezeichnet, dass sie von Clariant den Parkplatz am Stadtgraben anmieten konnte. Doch nicht alle sind davon begeistert. Im …
Abstimmung im Stadtrat: Emotionale Debatte um Parkplatz am Stadtgraben

Kommentare