In der Rubrik „Freizeit und Vereine“ der neuen Moosburger Stadtbroschüre sind viele örtliche Einrichtungen nicht abgebildet – was jetzt für Ärger sorgt.
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In der Rubrik „Freizeit und Vereine“ der neuen Moosburger Stadtbroschüre sind viele örtliche Einrichtungen nicht abgebildet – was jetzt für Ärger sorgt.

Kritik im Stadtrat

Vereine sauer: Bei Moosburgs neuer Stadt-Broschüre ist etwas schief gelaufen

  • Armin Forster
    VonArmin Forster
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Eine neue Hochglanz-Broschüre soll Moosburg in allen Facetten präsentieren. Doch bei einigen Vereinen kommt das Heft gar nicht gut an, wie nun öffentlich wurde.

Moosburg – 90 Seiten ist sie dick, die neue Hochglanz-Broschüre der Stadt Moosburg. 10.000 Stück wurden von ihr gedruckt und vor wenigen Tagen kostenlos an alle Haushalte verschickt. Vor allem was die Qualität betrifft, gab es zunächst viel Lob für das Printprodukt zu hören. Doch mit zunehmender Verteilung mehren sich auch kritische Stimmen, wie nun im Stadtrat zur Sprache kam.

Sportreferentin Verena Kuch (Grüne) verlangte unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen“ Auskunft darüber, wie entschieden worden sei, wer in die Broschüre reinkomme. „Wurden alle Vereine angefragt?“ Bei ihr hätten sich viele Organisationen beschwert, weil sie nicht vorkommen. „Zum Beispiel der Tennisclub, der mit fast 400 Mitgliedern nicht versteht, warum er keiner Erwähnung würdig war“, sagte Kuch. Sie finde es schade, dass die Stadt Geld in die Hand genommen habe „und ein Großteil der Vereine nicht genannt wird“.

„Angeblich keine Rückmeldung gekommen“

Bürgermeister Josef Dollinger (FW) stellte zunächst klar, „dass die Broschüre die Stadt nichts gekostet hat“, sondern durch Anzeigen finanziert worden sei. Zur Vorgehensweise bei der Akquise sagte er: „So weit ich weiß, hat der Verlag eine Vereinsliste angeschrieben. Das ist schon länger her.“ Die Ersteller hätten dann auf Rückmeldungen gewartet – „angeblich sind von manchen keine Rückmeldungen gekommen. Die sind dann auch nicht reingekommen“, erklärte der Ortschef.

Er persönlich finde die Sache bedauerlich und gebe Kuch in ihrer Kritik recht. „Ich hab’ auch einige Beschwerden bekommen“, berichtete Dollinger. „Etwa vom Familienfest und allen möglichen Dingen, die wirklich tolle Einrichtungen sind und definitiv eine Erwähnung wert gewesen wären.“ Klar, man könne „nicht für jeden der aktuell 143 Vereine eine Seite gestalten, das würde den Rahmen sprengen“.

Bedauern auch bei Firmen

Schade findet das Stadtoberhaupt die Sache vor allem deshalb, „weil die Broschüre wirklich schön geworden ist“. Möchlicherweise sei das auch der Grund, weshalb sich manch einer nun ärgere, so Dollinger. „Ich hab’ das auch schon von Firmen gehört, die angefragt worden waren. Da hieß es dann: ,Naja, die Stadtbroschüre, da geb’ ich kein Geld aus.‘ Und im Nachgang bedauert man das.“

Er kündigte an, dass „wir bei einer Neuauflage aus den Fehlern lernen“. Nun könne man es leider nicht mehr ändern. Verena Kuch sah das wohl ähnlich – und hob als Antwort ihren Daumen.

Mit seinem Plan, das Hudler-Haus am Moosburger „Gries“ zu sanieren, hat Grünen-MdL Johannes Becher eine Hürde genommen: Die Stadt stellt einen satten Zuschuss in Aussicht.

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