Auf Treibgut hatte sich ein Reh am Donnerstagmorgen gerettet.

Einsatz beim Uppenbornkraftwerk

Völlig erschöpft: Feuerwehren retten Reh aus einem Kanal bei Moosburg

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Ein völlig erschöpftes Reh musste die Feuerwehr am Donnerstag aus einem Kanal retten. Das Tier lag auf Treibgut, das sich auf dem Stauweiher-Auslauf vor dem Uppenbornkraftwerk bei Moosburg angesammelt hatte.

Moosburg – Zwischen dem Stauweiher-Auslauf und dem Uppenbornkraftwerk nahe Moosburg hatte sich am Donnerstagmorgen ein Reh auf Treibgut gerettet. Wie und unter welchen Umständen es dorthin gekommen war, ist unklar. Als die Feuerwehren Moosburg, Volkmannsdorferau und Eching-Kronwinkl gegen 7.50 Uhr anrückten, war nicht gewiss, ob das Tier überhaupt noch lebt. Über einen schwimmenden Steg, der sich an dieser Stelle befindet, versuchten die Floriansjünger, zu dem Tier zu gelangen. Als die Retter ganz dicht dran waren, hob das scheue Tier den Kopf. Somit war klar: „Es lebt, aber es ist vollkommen schöpft“, berichtete Moosburgs Kommandant und Einsatzleiter Josef Schwertl.

Nach kurzer Diskussion entschieden die Feuerwehrmänner, das Tier mittels Boot und Leitern, die man aufs Treibgut gelegt hatte, aus seiner misslichen Lage zu befreien. Doch plötzlich schreckte das Reh auf und sprang auf den Steg. „Das war prinzipiell gut“, berichtete Schwertl. „Doch es ist auf der anderen Seite ins Oberwasser gesprungen.“ Nun lag es an den Männern, das Tier auf eine dortige Treppe zu treiben – was nach kurzer Zeit auch gelang. „Dann ist das Reh auf und davon.“

Grundsätzlich, so berichtete der Kommandant, war der Einsatz „keine schlimme oder schwierige Geschichte“. Weil in diesem Bereich aber die Strömung sehr stark sei, hätte der Einsatz für die Retter selbst gefährlich werden können. Höchste Vorsicht war also geboten.

Letztlich ist alles gut gegangen. Nach dem Einsatz hoffte Schwertl, „dass in den nächsten Stunden kein Hund ohne Leine in dem Bereich herumrennt“: Das erschöpfte Reh, das „getürmt ist, sich vermutlich ein Versteck gesucht hat und sich nun erholt“, wäre eine leichte Beute.

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