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Landratsamt gibt Alarm

Vogelgrippe: Tote Wildenten am Moosburger Ausgleichsweiher

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Moosburg - Die Vogelgrippe hat den Landkreis Freising erreicht. Bei toten Wildenten, die ein Spaziergänger am Moosburger Ausgleichsweiher fand, wurde der Virus vom Subtyp H5 nachgewiesen.

Ein Spaziergänger entdeckte die toten Tiere am Dienstagnachmittag am Moosburger Ausgleichsweiher an der Staatsstraße 2350 (Ex-B11). Wie Eva Dörpinghaus, Sprecherin des Landratsamtes, dem FT mitteilte, handelte es sich bei den verendeten Vögeln um fünf Reiherenten und eine Tafelente. Sie wurden vom Veterinäramt in Freising zur Untersuchung beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim abgegeben. Dort wurde der Vogelgrippe-Virus vom Subtypen H5 nachgewiesen. 

„Diese Proben werden jetzt zur Bestätigung und genaueren Bestimmung an das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, weitergeleitet“, berichtete Dörpinghaus weiter, und Dr. Barbara Knauer-Kraetzl, Leiterin des Veterinäramts, ergänzt: „Wir bekommen in ein bis zwei Tagen die Bestätigung, ob diese Wildvögel die hochpathogene Variante tragen oder nicht. Davon hängen unsere weiteren Maßnahmen ab.“

Schon jetzt rüstet sich das Landratsamt für den absoluten Ernstfall. „Um den Ausgleichsweiher wird derzeit die Einrichtung einer Schutzzone von zirka drei Kilometern entlang des Uferbereichs vorbereitet“, berichtet Dörpinghaus. „In diesem Gebiet wird gegebenenfalls die Aufstallungspflicht für Hausgeflügel gelten.“ Klassische Restriktionsgebiete werden hingegen nicht eingerichtet. Aufgrund des Geflügelpestgeschehens habe man auch die Erkenntnis gewonnen, dass der Ausgleichsweiher bei Moosburg mit dem Ismaninger Speichersee kommuniziere. „Möglich also, das hier ein örtlicher Zusammenhang besteht.“

„Kein Grund zur Panik“

Für die Bevölkerung gibt es keinen Grund zur Panik, betont Knauer-Kraetzl: „Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht für die menschliche Gesundheit durch diesen Subtyp der Vogelgrippe keine Gefahr.“ Und wie sieht es mit streunenden Katzen oder freilaufenden Hunden aus? „Nach derzeitigem Kenntnisstand können sich andere Säugetiere, zum Beispiel Pferde, Katzen und Schweine, theoretisch mit dem Virus infizieren und erkranken.“ Grippeviren seien aber sehr tierartspezifisch, eine Infektion zwischen verschiedenen Tierarten sei daher weniger wahrscheinlich als innerhalb einer Tierart. 

„Generell sind Katzen bei intensivem Kontakt mit erkrankten Tieren zwar empfänglich für das Geflügelpestvirus und können es untereinander übertragen, allerdings besteht beim Kontakt von Hauskatzen mit hiesigen Singvögeln im Moment ein vernachlässigbar geringes Risiko einer Infektion“, betont Dörpinghaus. „Eine Infektion von Hunden konnte bislang nicht nachgewiesen werden.“

Mit Sorge werden die aktuellen Entwicklungen beim Kreisverband des Bayerischen Bauernverbands verfolgt. „Unsere Hühnerhalter sind beunruhigt“, berichtete der Freisinger BBV-Geschäftsführer Gerhard Stock. „Vor allem für kleinere Betriebe, die Freilandhaltung betreiben, ist das eine schwierige Situation.“ Insgesamt gibt es rund 900 Geflügelhalter im Landkreis mit rund 120.000 Tieren. Einer von ihnen, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, lässt seine Hühner bereits seit mehreren Tagen nicht mehr aus dem Stall. „Sicher ist sicher.“

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