Kreditinstitut erstattete Anzeige

Wegen Kreditschulden: Moosburger (44) täuscht seinen Tod vor

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Moosburg - Die finanzielle Schieflage eines 44-jährigen Moosburgers hat ihn zu drastischen Maßnahmen getrieben. Die Sterbeurkunde seiner Mutter nahm er als Vorlage, um eine für sich selbst zu fälschen. Er täuschte so seinen Tod vor.

Im Mai 2015 schloss ein 44-jähriger Moosburger bei einen Düsseldorfer Kreditinstitut einen Verbraucherdarlehnsvertrag in Höhe von rund 1500 Euro ab. Beim Vertragsabschluss wurde eine vom dem Mann selbst gewählte gleichbleibende monatliche Tilgungsrate von rund 60 Euro vereinbart. Da das Konto des 44-Jährigen jedoch schon bei den ersten Lastschriften keine Deckung aufwies und entsprechende Mahnungen und die Kündigung des Darlehens nicht erfolgreich waren, erstattete die Bank bei der Staatsanwaltschaft Landshut Anzeige wegen Betrugs.

Mit den entsprechenden Ermittlungen, insbesondere auch mit der Vernehmung des Mannes, wurde die Moosburger Polizei beauftragt. Der Sachbearbeiter bei der PI Moosburg lud den 44-Jährigen deshalb schriftlich zur Vernehmung vor. Der Brief wurde von dem Beamten persönlich in den Briefkasten des Mannes geworfen. Einige Tage später kam das Originalbriefkuvert per Post zur Polizei zurück. Inhalt: Neben der Vorladung die Kopie einer Sterbeurkunde des Standesamtes Landshut, nach der der Kreditnehmer am 2. September 2015 verstorben sei. Die Urkunde ist eine Fälschung: Bei der tatsächlich verstorbenen Person handelt es sich um Mutter des Beschuldigten. Der Moosburger erhielt nun eine erneute Vorladung – erweitert um den Tatbestand der Urkundenfälschung.

Eine Unachtsamkeit brachte die Polizei auf die Spur

Übrigens: Wie sind die Beamten eigentlich darauf gekommen, dass es sich um eine Fälschung handelt? Das erklärt Gerhard Steibel von der PI Moosburg so: Der 44-Jährige sei zum Kopieren der Sterbeurkunde in ein Geschäft gegangen. Dort habe er dann aber das Original liegen lassen - und das wurde zur Polizei gebracht. So lagen der PI zwei Sterbeurkunden mit genau denselben Daten vor - nur mit unterschiedlichen Namen.

Rubriklistenbild: © dpa

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