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Werner Driescher ist überraschend im Alter von 76 Jahren gestorben.

Moosburger Unternehmer gestorben

Werner Driescher: Abschied von einer großen Persönlichkeit

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Moosburg - Völlig überraschend ist Werner Driescher gestorben. Er war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch treusorgender Familienmensch und sozial engagiert. Ein Nachruf.

Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass das Unternehmen heute nicht nur einer von Moosburgs größten Arbeitgebern ist, sondern sich auch international etabliert hat: Völlig überraschend und unerwartet ist am Samstag der langjährige Geschäftsführer der Driescher GmbH und Mitinhaber der gleichnamigen Firmengruppe, Werner Driescher, gestorben. Er wurde 76 Jahre alt. Seine Frau Ilse, die Kinder Christoph und Sonja sowie seine vier Enkel Lena, Vincent, Marc und Adriana verlieren mit ihm einen treusorgenden Familienmenschen.

In den elterlichen Betrieb war Werner Driescher vor 50 Jahren eingestiegen. Den Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik trieb ein großer Unternehmergeist an. Gemeinsam mit seinem Bruder Manfred, mit dem er die Firma ab 1986 als Geschäftsführer leitete, verstand es Werner Driescher, immer neue Märkte zu erschließen. Während seiner Tätigkeit wurden im In- und Ausland zahlreiche Unternehmungen gegründet, etwa in Tschechien oder China. Heute zählen sich die Elektrotechnischen Werke mit Stolz zu den weltweit führenden Herstellern von Schaltanlagen.

Familienmensch durch und durch

Sein persönliches Glück fand Werner Driescher ebenfalls vor 50 Jahren: als er seine große Liebe Ilse heiratete. In den folgenden Jahren zeichnete sich der Unternehmer auch als Familienmensch durch und durch aus. In seiner wenigen Freizeit während seines Berufslebens genoss er es umso mehr, im Kreise seiner Lieben daheim in Hörgertshausen zu sein und die eine oder andere Reise zu unternehmen.

Zahlreichen Wegbegleitern ist Werner Driescher zu einem verlässlichen und treuen Freund geworden. Unvergessen bleiben ihnen sein Humor und seine Großzügigkeit. Gerade auch bei Schwierigkeiten stand er vielen hilfreich zur Seite. Seit 2005 befand sich das Firmenoberhaupt offiziell im Ruhestand – was Werner Driescher jedoch nicht daran hinderte, sich weiterhin um die Belange des Unternehmens zu kümmern.

Den Jüngeren stets ein Vorbild

Die menschliche Komponente in seinem Wirken war dem Geschäftsmann stets ein großes Anliegen. Beispielhaft dafür ist wohl sein soziales Engagement im Lions Club Freising, wo sich Werner Driescher seit 47 Jahren stark engagiert hatte. Alfred Fuchs, 1. Vizepräsident der Freisinger Organisation, spricht in den höchsten Tönen von Driescher: „Er hat immer entschlossen zugepackt und war äußerst aktiv. Mit seiner positiven Art war er auch Mentor und Vorbild für jüngere Mitglieder.“ 

Dutzende Ämter habe Werner Driescher über die Jahre bekleidet und im Jahr 1987 eine ganz besondere Verantwortung übernommen: Als Governor leitete er den Distrikt Bayern-Süd. Auch in der Zeit danach stand er den Freisingern weiter zur Seite – bis zuletzt etwa als Beauftragter für die Partnerschaft mit einem italienischen Lions-Club.

„Moosburg weit über die Stadtgrenzen bekannt gemacht“

Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt würdigt den Verstorbenen als große Persönlichkeit, mit dem sie sich dank seiner „geradlinigen Art“ immer gut verstanden und den sie als Gesprächspartner sehr geschätzt habe. Meinelt: „Ich durfte Werner Driescher als offenen Menschen kennenlernen, der Moosburg durch seinen Einsatz im Familienunternehmen weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekanntgemacht hat.“

Im Kastulusmünster findet am Freitag, 18. November, um 12 Uhr ein Trauergottesdienst statt. Seine letzte Ruhestätte findet Werner Driescher dann auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Hörgertshausen.

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