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Antrag auf vorgezogene Beschilderung

UMB wollen Lkw-Durchfahrtsverbot schneller umsetzen

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Moosburg - Das Lkw-Durchfahrtsverbot ist beschlossene Sache, doch erst im September treffen die nötigen Schilder ein. Das dauert der UMB-Fraktion zu lange: Sie fordert Eigeninitiative von der Stadt.

Die Mitteilung von Bürgermeisterin Anita Meinelt, dass das lange geforderte Lkw-Durchfahrtsverbot in der Moosburger Innenstadt nun endlich verhängt werden kann (wir haben berichtet), stieß vergangene Woche parteiübergreifend auf ein äußerst positives Echo. Was bei vielen jedoch für Unverständnis sorgte, war der bekanntgegebene Termin für die Inkrafttretung: Erst im September stünden die nötigen und bereits bestellten Verkehrsschilder zur Verfügung. Denn wegen laufender Rahmenverträge sei die zuständige Straßenverkehrsbehörde an einen bestimmten Lieferanten gebunden.

Über drei Monate Lieferzeit für ein paar Schilder? Vor allem den Vertretern der UMB dauert das viel zu lange. Fraktionsmitglied Alfred Wagner äußerte sich bereits am Montag im Stadtrat dazu kritisch. Nun hat er den noch offizielleren Weg gewählt und bei Anita Meinelt einen Antrag auf „vorgezogene Beschilderung in Eigenregie durch die Stadt Moosburg“ gestellt.

Wagner möchte damit erreichen, dass die Stadt einen Hersteller wählt, „der innerhalb von maximal vier Wochen die benötigten Schilder liefern kann“. Da in diesem Fall die Anschaffung durch den Freistaat Bayern entfalle, solle die Bürgermeisterin eine entsprechende Kostenbeteiligung beim Freistaat aushandeln, empfiehlt Wagner. Für die verbleibenden Restkosten hat der UMB-Stadtrat ebenfalls eine Idee parat: „Diese könnten durch Einsparungen bei den Reparaturkosten für die Kleinschwimmhalle abgedeckt werden“, schreibt er in seinem Antrag.

Dass die Schilder schneller zu beschaffen sind, will Wagner mit einer eigenen Anfrage an eine Herstellerfirma in Erfahrung gebracht haben: „Bei der Firma Dambach, dem führenden Lieferanten für Beschilderung, beträgt die Lieferfrist für Standard- und individuell gestaltete Verkehrsschilder maximal zwei bis drei Wochen“, berichtet Wagner.

Warum das Thema so drängt, das erklärt der UMB-Stadtrat wie folgt: „Von jedem einzelnen, die Innenstadt durchquerenden Lkw geht nicht nur eine zunehmend unerträglicher werdende Lärm- und Gesundheitsbelastung aus, sondern auch eine latente Gefährdung der an-deren Verkehrsteilnehmer in der Stadt.“ Daher mache jeder einzelne Tag, an dem dieses Durchfahrtsverbot früher kommen könne, Sinn.

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