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Moosburg: Zehn Geschäfte auf Herz und Nieren geprüft

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Wie will man als Geschäft auf Dauer mit dem florierenden Online-Handel konkurrieren? Eine Frage, die sich nicht nur die Moosburg Marketing eG und die Läden der Dreirosenstadt stellen. Lösungen für dieses Problem bietet die CIMA Beratung an – beispielsweise mit sogenannten Store-Checks.

Moosburg – Christoph Hübner, Chef der Moosburg Marketing eG, erklärt: Diese Hilfestellung „soll den Betreibern helfen, Schwachstellen zu erkennen“. Finanziert wird das Engagement aus zwei Töpfen – der Städtebauförderung und der Günther-Rid-Stiftung für den Einzelhandel. Heißt auch: „Zehn Mitgliedern der eG können wir den Check kostenlos anbieten“, sagt Hübner. Alle anderen, die noch nicht dabei sind, können auf 50 Prozent Förderung hoffen.

CIMA-Projektleiter Achim Gebhardt und Beraterin Johanna Seßler haben am Dienstag und Mittwoch zehn Läden auf Herz und Nieren geprüft – vom Schaufenster über die Warenanordnung bis hin zum Internetauftritt. Den Gesamteindruck fassten Gebhardt und Seßler also ins Auge – und der sei in Moosburg schon gar nicht mal schlecht: „Fast jedes Geschäft ist bei Google auffindbar. Das ist auch heute noch keine Selbstverständlichkeit“, erklärte Gebhardt. Außerdem hätten einige tolle Alleinstellungsmerkmale – beispielsweise der Badehimmel, der Disney-Figuren anbietet und für Sammler „vielleicht sogar deutschlandweit führend ist“, meinte der Projektleiter.

Einen Eindruck von der akribischen Arbeit, die die Berater leisten, konnte sich Julia Pichler von Pichler-Wohnen machen. Im Dialog wurde zuerst minutenlang am Schaufenster gestanden – und sofort über Verbesserungen gesprochen. Die richtige Beleuchtung, um den Spiegeleffekt zu reduzieren, war da beispielsweise Thema. Ebenso gab es Flächen, die man zu Werbezwecken noch nützen könnte. Alles in allem gefiel Gebhardt aber das Ensemble, das die Pichlers in ihren Fenstern aufgebaut haben – und drinnen ging es dann nahtlos weiter.

Den Geschäftsbetreibern soll vermittelt werden, wie man an kleinen Stellschrauben drehen kann, um sich im Einzelhandel besser zu positionieren. Mitschreiben mussten sie freilich nicht – nach der eingehenden Prüfung bekommt jeder Laden ein rund fünfseitiges Exposé zugeschickt. Ob die Vorschläge der CIMA dann etwas gebracht haben, wird die Moosburg Marketing eG in Erfahrung bringen: „Da werden wir uns mit den Betreibern laufend unterhalten“, erklärte Hübner.

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