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Sichtlich stolz nimmt Jungheinrich-Moosburg-Chef Bernd Tüshaus das OHRIS-Zertifikat (für besonderen Arbeitsschutz) von Regierungsvizepräsidentin Maria Els in Empfang. Die Verleihung fand im Beisein von Verantwortlichen des Unternehmens sowie der Regierung von Oberbayern und des Gewerbeaufsichtsamts statt.

OHRIS-Programm

Zertifikat für Jungheinrich: Arbeitsschutz mit Brief und Siegel

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Moosburg - Im Wettbewerb um Fachkräfte muss sich auch Moosburgs größter Arbeitgeber Jungheinrich einiges einfallen lassen. Ein Zertifikat für besonderen Arbeitsschutz soll dabei helfen.

Eine Regierungsvizepräsidentin hat einen vollen Terminplan, das weiß Moosburgs Jungheinrich-Boss Bernd Tüshaus. Und so sagt der Werksleiter zu Maria Els: „Das Unternehmensportrait kürze ich jetzt mal auf zehn Minuten ab, damit kann man auch Stunden füllen.“ Die Runde im Konferenzraum der Degernpointer Fabrik lacht, dann lauschen die Vertreter von Regierung und Gewerbeaufsicht interessiert Tüshaus’ Vortrag. 

Als die weltweit über 14.000 Mitarbeiter des Staplerbauers zur Sprache kommen, richtet sich die Vizepräsidentin an den Werksleiter: „Wie sieht es denn bei Ihnen aus mit dem Fachkräftemangel?“ – „Ja“, seufzt Tüshaus. Das sei ein ständiges Thema. Angesichts starker Konkurrenz und niedriger Arbeitslosenquote betreibe man viel Aufwand, um in der Region als exzellenter Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. „Wie zufrieden die Leute bei uns sind, zeigt unsere Fluktuationsquote von 0,5 Prozent“, sagt Tüshaus und Els nickt anerkennend.

Gefahren für Mitarbeiter sollen noch früher erkannt werden

Hintergrund des Treffens vergangene Woche ist die Auszeichnung der Moosburger Jungheinrich-Niederlassung mit dem sogenannten OHRIS-Zertifikat. Damit honoriert die bayerische Gewerbeaufsicht besonderen Arbeitsschutz und erfolgreiches Sicherheitsmanagement. Bernd Heiß, Chef der Gewerbeaufsicht, freut die Verleihung an Jungheinrich: „OHRIS-Betriebe haben in der Regel sinkende Unfallzahlen.“ Und Maria Els lobt: „Toll, dass Ihre Firma diese Herausforderung angenommen haben, bei der Sie viel Verantwortung übernehmen.“ Mit dem Programm sollen Risikoquellen und Gefahren für Mitarbeiter frühzeitig erkannt und beseitigt werden. „Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt“, betont Bernd Tüshaus. Aber auch für viele Kunden des Unternehmens sei das Zertifikat wichtig: „Die fragen danach.“

Nur ein Drittel der Werksfläche bislang genutzt

Vor allem aber soll der Termin, den Jungheinrich öffentlichkeitswirksam mit einer Pressekonferenz samt Fototermin in Szene setzt, wohl auch ein Signal in die Region senden. Frei nach dem Motto: Das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen. Tüshaus wird nicht müde, das zu betonen: „Wir bieten schon lange Top-Arbeitsplätze mit sehr hohem Maß an Ergonomie an.“

Dass der Personal-Zuwachs auch in Zukunft gewährleistet ist, ist denn auch elementar für die Expansion des Weltkonzerns, der 2015 Rekordwerte verbuchte. Welche Perspektive dem Jungheinrich-Standort Moosburg zugetraut wird, zeigt das Werksgrundstück in Degernpoint: Von den über 60.000 Quadratmetern Fläche, die die Hamburger der Stadt Moosburg einst abgekauft haben, werden bislang nur 21.000 Quadratmeter genutzt.

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