+
Der Jugendchor der Münstermusik bot unter Leitung von Stephan Zippe (r.) einen Querschnitt aus seinem musikalischen Repertoire.

Nach Berufung zum Diözesanmusikdirektor

Zum Abschied von Stephan Zippe: Würdiges Konzert im Kastulusmünster

Seit Oktober ist Stephan Zippe neuer Diözesanmusikdirektor. Darum galt es nun, an seiner bisherigen Wirkungsstätte im Moosburger Münster Abschied zu feiern.

Moosburg – Mit seinem Jugendchor hat Stephan Zippe die Gottesdienste im Kastulusmünster über zehn Jahre hinweg musikalisch auf hohem Niveau begleitet. Am Sonntag ging diese Tradition zu Ende. Weil der 47-Jährige am 1. Oktober zum Diözesanmusikdirektor aufgestiegen ist (wir berichteten), hat er zum letzten Mal im Altarraum des Münsters Platz genommen.

Seit 1998 stand Zippe im Dienst der Pfarrei St. Kastulus in Moosburg. Als Kirchenmusiker hat er die Münster-Musik geprägt wie keiner vor ihm. Weil er seit 1. Oktober die Abteilung Kirchenmusik im Erzbischöflichen Ordinariat leitet und damit zum Diözesanmusikdirektor befördert wurde, gab es zum Abschied ein ganz spezielles Konzert: Die jungen Sänger interpretierten Chorstücke aus verschiedenen Jahrhunderten und gaben damit einen Querschnitt aus ihrem musikalischen Repertoire.

Es liege nicht am fehlenden Personal, dass sich der Jugendchor von der Münster-Musik verabschiede, betonte Zippe eingangs. Die „jungen Damen und Herren“ verließen vielmehr aufgrund des Studiums oder einer Ausbildung die Dreirosenstadt.

Verlässt Moosburg: Stephan Zippe ist zum Diözesanmusikdirektor aufgestiegen.

Der junge Chor gestaltete am Sonntagabend noch einmal ein besonderes Konzert. Für die vielen Gläubigen, die gekommen waren, ein erhebender Musikgenuss. Mit „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ eröffneten die jungen Leute die musikalische Abendstunde. Marianische Lieder folgten, darunter auch der Hymnus „Ave maris stella“ (Meerstern, sei gegrüßt) in der Tradition der gregorianischen Musik. Und da er eine Vorliebe für Lieder der Romantik habe, dürften Stücke von Felix Mendelssohn-Bartholdy nicht fehlen, gestand Zippe den Zuhörern während des Konzerts. Weil ihm stets auch die Vereinigung katholischer Kinder- und Jugendchöre „Pueri Cantores“ am Herzen gelegen habe, waren Stücke aus Auftritten bei vergangenen Treffen der Jugendchöre zu hören.

Abschließend könne er nur Danke sagen, wandte sich Zippe nach der musikalischen Abendstunde an das Publikum. Danke in erster Linie an seinen Nachfolger, Stefan Metz, mit dem ein gutes Miteinander möglich gewesen sei. Danke aber auch an die Geistlichkeit, die Kirchenpfleger, den Pfarrgemeinderat sowie an die Damen im Pfarrbüro.

Stadtpfarrer und Domkapitular Reinhold Föckersperger konnte den Dank nur zurückgeben. Neben seiner Verdienste um die Betreuung der Chöre und der Orgel habe sich Zippe vor allem um die Pflege des gregorianischen Gesangs in der Münster-Musik verdient gemacht. Das sei in vielen Pfarrgemeinden so nicht mehr üblich. Zippe habe damit den Bogen zum Ursprung der Weltkirche in Rom geschlagen.

Im Anschluss an das Konzert erklang noch einmal das Glockengeläut von St. Kastulus. Ein würdevoller Augenblick, bevor Föckersperger mit einer Vesper den Abschied von Stephan Zippe ausklingen ließ.

Lesen Sie auch: Bereits seit 20 Jahren gibt sich das Kammerorchester mindestens einmal im Jahr die Ehre. Zum runden Geburtstag übertraf sich das Ensemble selbst. Einer stach heraus.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Was genau ist ein Döner? Das hat ein Reinheitsgebot klar definiert. Positiv für Kunden - ärgerlich für die Kebab-Verkäufer. Denn die stehen nun vor einem Problem.
Döner darf nicht mehr Döner heißen: Reinheitsgebot verärgert Kebab-Verkäufer - „Schikane“
Statistik über Job-Zufriedenheit: “Ich finde die Zahlen erschreckend“
Sie war Deutschlands erste Herzlichkeitsbeauftragte: Beim Unternehmertag erklärte Mahsa Amoudadashi, wie sich Begeisterung übertragen lässt – etwa, indem Fehler gefeiert …
Statistik über Job-Zufriedenheit: “Ich finde die Zahlen erschreckend“
Freising: Bedroht Minister Scholz unsere Burschenvereine?
Bundesfinanzminister Olaf Scholz will Männer-Vereinen, die keine Frauen aufnehmen, die Gemeinnützigkeit aberkennen. Der Vorstoß wird heiß diskutiert, denn er hätte …
Freising: Bedroht Minister Scholz unsere Burschenvereine?
Noch lange nicht fertig mit der Friedensarbeit
Zum großen Fest brauchte es ein besonderes Symbol: Als der Krieger- und Reservistenverein Langenbach seinen 100. Geburtstag feierte, war auch eine Kanone dabei.
Noch lange nicht fertig mit der Friedensarbeit

Kommentare