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Die Prominenz und die Innungssieger: (v. l.) Franz Xaver Peteranderl, Präsident IHK München Oberbayern, Magnus Johann Finkenzeller (Innungssieger Maurer), Benedikt Wiesheu (Metzger), Theresa Hermann (Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk), Lucas Lechner (Anlagenmechaniker Sanitär-Heizungs-Klimatechnik), Veronika Brünner (Friseur), Thomas Godau (Schreiner), Maximilian Huber (Zimmerer), Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt und Kreishandwerksmeister Martin Reiter.

Freisprechungsfeier in Moosburg

Zuwachs in der Handwerksfamilie

57 Gesellen wurden am Freitag in der Moosburger Schäfflerhalle von der Lehrzeit frei gesprochen. Traditionell wurden dabei die Innungssieger geehrt sowie Förderpreise für die drei besten Prüflinge im Maurerhandwerk übergeben.

MoosburgAls Fach- und Führungskräfte von morgen erhielten 57 junge Leute aus sieben Berufsgruppen bei der Freisprechungsfeier des Handwerks am Freitag Lob von allen Seiten. „Zukunft“ war das Schlagwort, das sich durch die Grußworte der Ehrengäste zog, die diese an die Gesellinnen und Gesellen, deren Eltern und Lehrherren richteten.

Hervorragende Aufstiegs- und Karrierechancen seien durch die duale Berufsausbildung garantiert, sagte Kreishandwerksmeister Martin Reiter. Mit dem Gesellenprüfungszeugnis hielten die Absolventen ein „Wertpapier für die Zukunft“ in der Hand, eine „Eintrittskarte“ in das Berufsleben, das den beruflich Qualifizierten sogar die Aufnahme eines Studiums an allen bayerischen Hochschulen ermögliche. Das Handwerk sei ein wichtiger Pfeiler des Wirtschaftslebens im Landkreis Freising, betonte Reiter.

„Wir sind stolz darauf, dass wir solche jungen Leute haben“, lobte Landrat Josef Hauner. Das Gesellenzeugnis werde einem „nicht in den Schoß gelegt“. Hauner dankte auch den Eltern, die Vertrauen in das duale Ausbildungssystem gezeigt hätten. Für die Ausbilder bedeute ein Lehrplatz immer auch einen „Kraftakt“, der viel Verantwortung für die junge Generation mit sich bringe. Gerade beim Thema „Asyl“ habe die Kreishandwerkerschaft diesbezüglich viel geleistet.

„Lehren heißt nicht leere Eimer zu füllen, sondern Feuer zu entfachen“, zitierte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, den griechischen Philosophen Heraklit. Den Ausbildern sei es gelungen, das „Feuer für das Handwerk“ zu entfachen. Die Stimmung im Handwerk sei selten so gut wie in den vergangenen Jahren. Ausgebildete Fachkräfte würden Händeringend gesucht. Das Handwerk biete alle Möglichkeiten für ein erfülltes Berufsleben, sagte der Präsident: „Bringen Sie sich in die Handwerksfamilie ein.“

Dass sie das bereits während ihrer Ausbildung getan haben, das machten dann die Wortbeiträge deutlich, die der Moderator des Abends, Jens Christopher Ulrich, während

Rezepte aus ganzEuropa gesammelt

der Zeugnisverleihung von den angehenden Gesellen einfing. Theresa Hermann, die sich als Innungssiegerin im Verkauf, Fachrichtung Bäckerei, qualifiziert hatte, schilderte , wie sie die Prüfungsaufgabe zum Thema „Europa“ bewältigt hatte. Sie habe Rezepte aus dem europäischen Raum gesammelt und die Schaufenster ihres Ausbildungsbetriebes entsprechend dekoriert. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Backstube seien die internationalen Backwerke umgesetzt worden. Als beste Prüflinge im Maurerhandwerk durften sich Magnus Johann Finkenzeller, Sebastian Niedermeier und Thomas Genseder über Förderpreise der Schlagmann-Edmüller-Stiftung freuen.

Maria Martin

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