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Zwischen Plan und Herrnstraße: Lücke in bester Moosburger Lage wird gefüllt

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Von: Nico Bauer

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Die Freifläche zwischen dem Pöschlbräu und dem Münstercafé am Plan möchte ein Investor mit einem Wohn- und Geschäftskomplex bebauen.
Die Freifläche zwischen dem Pöschlbräu und dem Münstercafé am Plan möchte ein Investor mit einem Wohn- und Geschäftskomplex bebauen. © Albrecht

Auf einem Areal, das sich von der Herrnstraße bis zum Moosburger Plan erstreckt, soll bald im großen Stil neu gebaut werden. Geplant sind Wohn- und Geschäftshäuser.

Moosburg - Es ist das Filetgrundstück XXL im Moosburger Zentrum: Dem Stadtrat wurden jetzt die Pläne für zwei Wohn- und Geschäftshäuser vorgelegt, die am Plan die letzte Lücke zwischen Pöschlbräu und Münstercafé schließen und sich dann bis zur Herrnstraße ziehen. Trotz einiger Diskussionen gab es am Ende die volle Zustimmung für das Unterfangen.

Die Lücke ist vielen Moosburgern seit Jahren ein großer Dorn im Auge. Hier soll nun ein Neubau erfolgen, der zusammengehört mit einem zweiten Gebäude an der Herrnstraße 13. Das bisherige Haus soll weichen.

Die beiden Häuser umfassen 18 Wohnungen, zwölf an der Herrnstraße und sechs am Plan. Dazu kommt in der Herrnstraße eine größere Ladeneinheit mit 234 Quadratmetern sowie am Plan ein 48 Quadratmeter großes Geschäft. Gerade dieses Gewerbe im Erdgeschoß machte den einen oder anderen Stadtrat nicht so glücklich. Zweiter Bürgermeister Josef Dollinger (FW) übte Kritik: „Den Innenhof mit Autos zuzustellen, das finde ich nicht so gelungen. Ich hätte hier lieber eine größere Einkaufsfläche, die vom Plan bis herüber zur Herrnstraße reicht.“

Die Herrnstraße 13 muss weichen: Anstelle des bestehenden Gebäudes wird ein Neubau errichtet.
Die Herrnstraße 13 muss weichen: Anstelle des bestehenden Gebäudes wird ein Neubau errichtet. © Albrecht

Hierauf antwortete Alexander Protogerov von der Bradl Immobilien GmbH, dass in Moosburg keine Nachfrage nach einer solchen Geschäftsgröße bestehe. „Rewe und Edeka haben an Moosburg kein Interesse“, erklärte er, weil der Kunde in den Supermärkten in Degernpoint mit dem Auto nahezu bis an die Kasse fahren könne.

Das war aber auch die einzige Kritik an dem Gebäudekomplex. Den Nachfragen der Stadträte bezüglich einer Tiefgarage entgegnete Protogerov, dass eine solche Lösung im Moosburger Zentrum sehr teuer wäre und Kunden von Läden solche Parkplätze in der Regel nicht annehmen würden.

Ansonsten gab es viel Lob. CSU-Fraktionssprecher Rudolf Heinz war begeistert von den Plänen: „Das war keine leichte Aufgabe für den Architekten, mit einer sehr gelungenen Lösung.“ Auch Bürgermeisterin Anita Meinelt warb für den besonderen Bauantrag, „denn wir sind heilfroh, einen Investor gefunden zu haben, der unsere Stadt verschönern will“.

Letztlich wurde der Bauantrag der beiden Wohn- und Geschäftshäuser einstimmig beschlossen. Es gab lediglich drei Gegenstimmen zu der Stellplatzlösung, bei der zwei Parkplätze finanziell von der Stadt abgelöst werden. 18 Stellplätze sollen auf dem 1183 Quadratmeter großen Grundstück entstehen, weitere acht haben einen Bestandsschutz durch eine bereits bestehende Grunddienstbarkeit. Insgesamt 28 Stellplätze waren für die Wohnungen und die Geschäftseinheiten nachzuweisen.

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