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Nichts mit Riesenrad und Musik: Fans von Utopia Island schauen im kommenden Jahr in die Röhre. 

Bauarbeiten sollen Infrastruktur verbessern 

Utopia Island findet 2018 nicht statt - das sind die Gründe

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Das Utopia-Island-Festival 2018 fällt buchstäblich ins Wasser. Nach den diesjährigen Wetterkapriolen mussten sich die Veranstalter viel Kritik gefallen lassen – und reagieren jetzt, indem sie den geplanten Bauarbeiten absoluten Vorrang geben. Doch es hakt an den Genehmigungen.

Moosburg – Für viele Festival-Fans ist es eine Horror-Nachricht: Das Utopia Island, das im vergangenen Jahr rund 15 000 Besucher hatte, fällt 2018 aus.

Nach den vier Tagen Party 2017 hagelte es Kritik für die Veranstalter. Der Regen, der einfach nicht aufhören wollte, machte aus dem Zeltplatz und dem Festivalgelände eine wahre Schlammschlacht. Das hatte Auswirkungen: Die Wege waren kaum mehr begehbar, man stand teilweise fast bis zum Schienbein im Schlamm. Und obwohl „wir grundsätzlich zufrieden mit dem Verlauf des Festivals waren“, erklärt Klangfeld-Geschäftsführer Thomas Sellmeir, habe man das Festivalerlebnis nicht transportieren können. Grund waren Mängel in der Infrastruktur. Der Spaß ist für einige Besucher buchstäblich ins Wasser gefallen. Die Dixi-Klos musste man beispielsweise aus dem Campingplatz retten – die Entleerungs- und Reinigungsfahrzeuge wären sonst durch den Schlamm nicht durchgekommen.

Daran wollen die Verantwortlichen nun ansetzen. Evago Immobilien, Schwesterunternehmen von Klangfeld, hatte schon 2016 das Aquapark-Gelände gekauft. Bereits im Februar dieses Jahres genehmigte der Moosburger Stadtrat dann umfangreiche Umbaumaßnahmen – von befestigten Wegen, verbesserten sanitären Anlagen bis hin zu einer Wakeboardanlage. Der Aquapark soll sich zu einem kleinen Freizeitpark entwickeln – mit der entsprechenden Infrastruktur für Utopia Island.

Das Problem: Die Genehmigungen der Stadt sind zwar da – aber noch liegt das finale OK des Landratsamts nicht vor. „Es ist fraglich, ob wir im Frühjahr 2018 mit den Umbaumaßnahmen beginnen können“, erklärt Sellmeir. Das wäre aber zwingend notwendig, um für das Festival im August gerüstet zu sein. Zeitlich wird das aber letztlich zu knapp. „Einen Kompromiss möchten wir nicht eingehen, sondern unseren Gästen ein schönes Festivalerlebnis bieten.“ Deshalb habe man sich – schweren Herzens – entschlossen, ein Jahr auszusetzen.

Eine bittere Nachricht für alle Fans – vor allem, nachdem schon rund 5000 Besucher Tickets gekauft hatten. Die bekommen das Geld freilich sofort zurück überwiesen. Seit Montagabend läuft der Rückfluss der Zahlungen bereits.

Und wer weiß – Festival-Projektleiter Sebastian Lehrmann will nicht ausschließen, dass es 2018 doch noch eine Veranstaltung am Aquapark gibt: „Vielleicht können wir am ursprünglich geplanten Termin zumindest ein kleineres Ersatzevent auf die Beine stellen.“

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