Bald geht's los

Moosburger Isarbrücke: Die Vollsperrung rückt näher

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Moosburg - Die mehrwöchige Vollsperrung beim Isarbrücken-Neubau in Moosburg steht kurz bevor. Für die Verantwortlichen Anlass, zum Ortstermin auf die Baustelle zu laden.

Vor dem kommenden Montag, 22. August, graust es Autofahrern im Raum Moosburg: Ab dann nämlich wird die Isarbrücke für mehrere Wochen voll gesperrt bleiben. Während das Stahlbogenbauwerk und die parallel verlaufende Geh- und Radwegbrücke verschoben werden (wir haben berichtet), muss der Verkehr – rund 20 000 Fahrzeuge pro Tag – weiträumig über Rosenau, Gaden und Oberhummel umgeleitet werden. Voraussichtlich ab 12. September (letzter Ferientag) soll der Verkehr dann wieder fließen können. Das verschobene Bauwerk dient dann als Behelfsbrücke, während am alten Standort die neue Brücke gebaut wird.

Stefan Meier, Leiter des zuständigen Straßenbauamts, betonte vor Ort erneut die Notwendigkeit der Maßnahme: Nach der Umwidmung der B 11 zur Staatsstraße 2350 müsse der Bund noch nachträglich dafür sorgen, dass die zugehörige Straßenbrücke in einwandfreiem Zustand sei. „Der nämlich verschlechtert sich laufend“, sagte Meier. Die Stahlbrücke stamme aus dem Jahr 1949, die östlich davon gelegene Vorlandbrücke stehe sogar seit 1907.

Beim Blick auf die Pläne des künftigen Bauwerks geriet Meier ins Schwärmen: Weil sich die Stadt Moosburg für eine farbige LED-Beleuchtung des Stahlbogens entschieden habe, könne man von einem „gestalterischem Highlight“ sprechen. Aber auch die Konstruktion werde zum Aushängeschild in der Region: „Künftig läuft die Entwässerung zunächst über die Widerlager, wo das Abwasser gereinigt und dann sauber abgeleitet wird“, erläuterte Meier. Freuen dürften sich auch Spaziergänger und Radfahrer, die in Zukunft auf der Länd-Seite auf dem Damm unterwegs sind: Auf Wunsch der Stadt Moosburg werde der Weg unter der Brücke ohne Unterbrechung entlangführen. Dann müsse nicht mehr gefährlich die Straße überquert werden.

Auf 12,6 Millionen Euro werden die Gesamtkosten geschätzt, den Löwenanteil zahlt der Bund. Die Stadt Moosburg muss sich lediglich an den Kosten für den Radweg unter der Brücke sowie die Beleuchtung beteiligen.

Bürgermeisterin Anita Meinelt, die für den Ortstermin ihren Urlaub unterbrochen hatte, dankte Meier für die „Partnerschaft und gute Informationspolitik“. Im Rathaus habe man das Gefühl, dass Sorgen und Nöte der Moosburger ernst genommen würden. Die Rathauschefin verkündete bei der Gelegenheit, dass sie eine Vereinbarung mit dem angrenzenden VW-Autohaus Kirschner getroffen habe: Die Firma räume freundlicherweise am ersten Herbstschau-Wochenende (10./11. September) ihren Parkplatz, damit Volksfestbesucher aus Richtung Landshut und Erding in Festnähe parken könnten. Meinelt: „Von dort sind’s nur noch ein paar Minuten zu Fuß.“

Insgesamt 340 Tonnen Stahl für den Bogen und 1200 Kubikmeter Beton für die Vorlandbrücke werden bei der Maßnahme verbaut. Der Verschub der Radwegbrücke findet am 2. September, der der Straßenbrücke am 7. September statt. Der Baufortschritt werde laut der Bürgermeisterin laufend unter www.moosburg.de aktualisiert. Anwohner der Isarsiedlung erreichen auch während der Vollsperrung über ihre gewohnte Zufahrt die St 2350.

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