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Die katholische Stadtpfarrei pocht bei der „Plan“-Umgestaltung darauf, dass auf dem Platz auch zukünftig Prozessionen wie zum Kastulusfest (Foto) möglich sind.

Empfehlungen für den zentralen Marktplatz

"Plan"-Neugestaltung: Das sagt die Kirchenverwaltung

Moosburg - In der Diskussion um die Neugestaltung des Moosburger „Plans“ meldet sich nun auch die Kirchenverwaltung zu Wort. Mit diversen Empfehlungen vertritt sie die Interessen der Gläubigen an dem zentralen Platz.

Neben dem Kastulusmünster ist der „Plan“ quasi das Herzstück Moosburgs. Dem Platz neues Leben einzuhauchen, ist bekanntlich das Ziel der geplanten Neugestaltung. Nun haben sich auch die katholische Kirchenverwaltung und der örtliche Pfarrgemeinderat in die Diskussion eingeschaltet.

Wie die Kirchenverwaltung erklärt, sei sie bereits von Anfang an in die Planungen miteingebunden gewesen und habe aktiv die Position der Stadtpfarrei vertreten. Auch an den Besichtigungsfahrten nach Weilheim und Landsberg habe eine Abordnung teilgenommen, um neue Eindrücke zu gewinnen. „Da im Kastulusmünster regelmäßig Gottesdienste und auch Konzerte stattfinden, lässt sich die Frage nach kirchennahen Parkplätzen, die unabhängig von der Lage am Sonntag gebührenfrei sein sollen, nicht umgehen“, heißt es in der Pressemitteilung. Was für die Ladeninhaber und Gastronomen gelte, müsse auch für die Kirche eine legitime Position sein. „Die Alterspyramide der Kirchgänger ist und wird in Zukunft noch mehr ,seniorenlastig‘, so dass Parkraum am Viehmarktplatz für die Verantwortlichen keine praktikable Lösung darstellt.“

Ersatzparkplätze in nächster Nähe

Die Notwendigkeit einer akzeptablen Reduzierung der bisherigen Parkplätze, um die geplante Umgestaltung des „Plans“ zu realisieren, sei auch der Kirche klar. Benötigt würden daher neben einer angemessenen Zahl an Parkplätzen am „Plan“ Ersatzparkplätze in nächster Nähe, von denen sich das Münster aber auch das Stadtzentrum für Einkäufe, Arztbesuche und Behördengänge für Senioren, Menschen mit Behinderung und Familien mit kleinen Kindern gut erreichen lasse. 

„Es muss sich um Parkplätze handeln, die dauerhaft gesichert zur Verfügung stehen und gut anzufahren sind.“ Dabei sei, wie auch bei der „Plan“-Gestaltung, unebenes Kopfsteinpflaster zu vermeiden und zu überwindende Höhenunterschiede müssten durch technische Hilfe ausgeglichen werden, fordern die Verantwortlichen. „Inklusion soll eben nicht nur ein gut klingendes Wort bleiben, die Umsetzung ist für eine lebendige Innenstadt zwingend.“

Die Vorstellung: multifunktional

Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat machen deutlich: „Die multifunktionale Verwendung eines Teils des Platzes muss in die Planungen einfließen.“ So könne ein Teil fester Parkplatz werden, ein weiterer Teil multifunktional, der zum Beispiel Parkplatz zu Gottesdienstzeiten sei oder Marktplatz am Samstag und ansonsten zum nicht befahrbaren „Tummelplatz“ oder Flanierplatz werde, wo auch die Außengastronomie Platz fände. Das Übrige könne fest verplant werden. Vorstellbar ist für die Kirchenvertreter eine Grünanlage mit Parkbänken und integriertem Kriegerdenkmal.

Man werde den Planungsprozess auch weiterhin konstruktiv begleiten und Ideen miteinbringen, „damit die Interessen der vielen Kirchenbesucher unserer Stadt gut vertreten sind“.

mj

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