Freiwillige Feuerwehr Ober- und Niederhummel

Der „Muggl“ darf tatsächlich bleiben

Diese Versammlung wird in die Geschichte eingehen. Da war sich der Vorsitzende des Hummler Feuerwehrvereins, Martin Wildgruber, sicher. Er spielte damit auf einen Vertrag mit der Gemeinde an, wonach die Feuerwehr ihren Unimog namens „Muggl“ behalten kann – trotz der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs.

Niederhummel – Die Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr Ober- und Niederhummel konnte sich sehen lassen. Kommandant Josef Kratzer verwies am Samstag im Gasthaus zum Dorfbrunnen vor versammelter Mannschaft auf insgesamt 3180 geleistete Stunden. Die mit 40 Aktiven vergleichsweise kleine Feuerwehr hatte Kratzer zufolge vier Brandeinsätze und dreizehn technische Hilfeleistungen zu bewältigen.

Das nötigte nicht zuletzt Bürgermeisterin Susanne Hoyer Respekt ab. Sie erklärte in ihrem Grußwort, dass die Freiwillige Feuerwehr in Hummel „gut aufgestellt“ sei. Den Fuhrpark betreffend, zu dem nach der Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs jetzt drei Fahrzeuge zählen, erklärte sie, dass lange Verhandlungen nötig gewesen seien, bis man zu einer zufriedenstellenden Lösung gekommen sei. Sie betonte allerdings, „nicht ein einziges Mal gestritten“ zu haben.

Gerne unterzeichnete sie demzufolge eine Vereinbarung, wonach der Unimog der Feuerwehr im Bestand verbleiben kann. Was gut ist, wie Kratzer betonte. Denn es gebe kein anderes Fahrzeug, mit dem man so gut „in der Botanik“ unterwegs sei, wie den „Muggl“. Wie Wildgruber zufrieden feststellte, kommt die Gemeinde für den Unterhalt auf, eventuelle Reparaturen gingen indes zulasten des Vereins. Der „Muggl“, Typenbezeichnung U 1300 L, ist nach Auskunft von Kratzer Baujahr 1984 und etwa noch 20 000 Euro wert. Erst kürzlich hatte man allerdings einen Getriebeschaden beheben müssen, erklärte Wildgruber. Viel könne da jetzt nicht mehr kommen, lautete seine Prognose. Dass sich der Verein die Kosten für den „Muggl“ leisten kann, dafür sprachen etwa Einnahmen wie die aus dem Christbaumverkauf, der Kassier Andreas Hölldobler zufolge wieder hervorragend gelaufen war.

Lob zollte Kratzer der knapp ein Dutzend Mitglieder zählenden Jugendabteilung. Die Anwärter spielten eine große Rolle bei der Rekrutierung der Feuerwehr in Hummel. Um so schwerer wog die Ankündigung von Jugendwart Tobias Pichlmaier, nicht mehr weitermachen zu wollen. Laut Kratzer ist man aber bereits „auf der Suche“.

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