Neues Projekt 

Die musikalischste Klasse der Realschule

Ganz schön eng wurde es am vergangenen Dienstag im Musiksaal der Karl-Meichelbeck-Realschule. Die neue Bigband-Klasse wurde von den Mitwirkenden vorgestellt – und zusätzlich gab es für alle Anwesenden sogleich etwas zu hören. Die jungen Mitglieder zeigten bei einem Minikonzert ihre neu erlangten Talente und ließen die Erwachsenen ordentlich klatschen.

Freising Die 16 Fünftklässler der neu gegründeten Bigband-Klasse richteten ihren Blick gespannt und aufmerksam auf den Leiter Jürgen Wüst. Dann ging es auch schon los: Langsam hob er den Finger zum Dirigieren, und augenblicklich erklangen die ersten Töne aus den Instrumenten der Schüler. Stolz spielten sie die Akkorde, die sie in den ersten Schulwochen erlernt und fleißig geübt hatten.

Damit sind sie Teil eines ganz besonderen Projekts: denn zum ersten Mal führte die Karl-Meichelbeck-Realschule in Kooperation mit der Städtischen Musikschule Freising eine Klasse ein, die komplett aus Bigband-Mitgliedern besteht. Alle Schüler übernehmen die Besetzung eines Instrumentes, wobei unter anderem je vier Posaunen, Trompeten und Saxophone sowie zwei E-Gitarren und ein Schlagzeug dazugehören. Um diese in Zukunft gut beherrschen zu können, nehmen die 16 Schüler an vier Musikstunden pro Woche teil, die in den normalen Musikunterricht nach Lehrplan und den gesonderten Ensembleunterricht unter der Leitung von Jürgen Wüst unterteilt sind.

Die Bigband-Klasse umfasst die 5. und 6. Jahrgangsstufe – und wer danach den Wunsch hegt, mit dem Musizieren fortzufahren, dem werden verschiedene Möglichkeiten innerhalb der Schule geboten. Neben dem musischen Engagement in der Bigband oder im Orchester können sie ebenfalls in das bestehende Projekt „Musik Schwerpunkt Praxis“ einsteigen, in dem sie zusätzlichen Unterricht an der Musikschule Freising erhalten.

Den Fünftklässlern erklärte die anwesende Schulleiterin Christine Obermaier, dass sie es vor allem der Spardabank Freising, der Sparkasse Freising und dem Lions Club Freising zu verdanken haben, dass die Bigband-Klasse entstehen konnte. Die Sponsoren stellten der Schule Geld zur Verfügung, um die Instrumente bezahlen zu können. Doch auch der ehemalige stellvertretende Schulleiter Helmut Attenberger leistete seinen Beitrag dazu, indem er der Schule eine Trompete spendete.

Ziel dieses neuen Projekts ist es, die Sach,- Selbst,- und Sozialkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken, so wie es dem Leitbild der Schule entspricht. Außerdem stärkt es das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in eigene Fähigkeiten erweitert.

Die Schüler waren begeistert von dem Konzept, was auch Lukas, stolzes Mitglied der Bigband-Klasse, bestätigte: „Mir geht’s sehr gut dabei. Ich wollte schon immer Musik machen, doch immer wurde es hin und hergeschoben. Bei der Bigband-Klasse wollte ich dann unbedingt mitmachen und es macht echt viel Spaß.“

Die Schulleiterin Christine Obermaier beendete das Zusammentreffen mit einer forschen Prognose. „Wenn das so weitergeht, können wir uns sicherlich schon auf das kommende Weihnachtskonzert freuen“ – die Schulgemeinde und sicher auch die stolzen Eltern.

Marie Oertel

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