Die beiden „Rotröcke“, die Echinger Vorstände Alexander Frieß und Moritz Reitzel (von links), bei der Urkundenübergabe des „Concerto“-Wettbewerbes 2015. Foto: MON

Musikverein schafft Sprung aufs Stockerl

Eching - Mit dem Stockerlplatz, der bei der Teilnahme am „Concerto“-Wettbewerb des Musikbundes Ober- und Niederbayern (MON) heraussprang, hat der Echinger Musikverein Sankt Andreas den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte gefeiert.

Der beim Oberstufenwettbewerb in Fürstenfeldbruck erzielte dritte Platz bedeutet, dass das Blasorchester des Musikvereins zu den drei besten Kapellen der Bezirke Ober- und Niederbayern gehört. Damit konnten sich die Echinger für den bayerischen Landesentscheid am 19. Mai 2016 in Bad Kissingen qualifizieren.

So ein Wettbewerb ist schon eine spannende und nervenaufreibende Herausforderung, wie die rund 50 Instrumentalisten bestätigen können. Das Vorspiel besteht aus zwei Runden, bei denen es gilt, ein für alle Teilnehmer gleiches Pflichtstück sowie ein Selbstwahlstück vorzustellen - und im wahrsten Sinne des Wortes „zum Besten zu geben“. Das Oberstufen-Pflichtstück der anspruchsvollen Wertungskategorie 4 ist die erst 2014 erschienene Komposition „das Waschweib“ des 28-jährigen Komponisten Alexander Reuber. Die wirkungs- und klangvolle sinfonische Geisterdichtung mit ihren vielen lautmalerischen Passagen gewinnt durch den klagenden Gesang der weiblichen Spuk-Gestalt des Waschweibs, einer „verfluchten“ Bauernmagd (Solistin ist Maria Wallner) noch zusätzlich an Intensität.

Einen verspielt-träumerischen Kontrast dazu bot das nicht minder anspruchsvolle „Imagasy“ von Thiemo Kraas als Selbstwahlstück des Musikvereins. Darin verschmelzen, wie schon im Titel angedeutet, musikalisch- bildhafte Vorstellungskraft und Fantasie zu einer Einheit. Für beide Stücke gab es beim gut besuchten heimischen Herbstkonzert eine gelungene Generalprobe - und viel Applaus.

Aber auch die Juroren des Musikbundes vermochten die Echinger Musiker zu überzeugen und erreichten in der Gesamtwertung 259 von 300 möglichen Punkten, was den dritten Platz des Wettbewerbs bedeutete. Lediglich zwei renommierte Stadtkapellen aus Bad Tölz (mit 280 Punkte) und Dachau (273 Punkte) waren besser und konnten sich so die Plätze eins und zwei sichern.

Echings Dirigent Michael Werner: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis. Es hat viel Spaß gemacht und wir haben sehr gut musiziert.“ Und da bekanntlich nach dem Wettbewerb auch wieder vor dem (nächsten) Wettbewerb bedeutet, freut sich das gesamte Blasorchester nicht nur auf den Bayernentscheid, sondern fängt auch bereits mit dem vorbereitenden Probenbetrieb an.

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