Angestrengt blickten die Kinder auf ihre Notenblätter – aber gespielt haben sie wie Profis. Wolfram Riedel

Aktionstag musik 

Musizieren für mehr Selbstbewusstsein

Der Aktionstag Musik begeistert Kinder in ganz Bayern. Auch an der Grundschule Haag hat man fleißig dafür geprobt – und vergangene Woche die Früchte der vielen Übungsstunden geerntet. Das Resultat: ein wunderbares Konzert mit Kinderliedern.

Haag Vergangene Woche ging an der Marina-Thudichum-Grundschule der „Aktionstag Musik“ über die Bühne. Wie Musikpädagogin Katharina Treutter berichtete, beteiligen sich in ganz Bayern über 200 000 Kinder und Jugendliche an diesem bemerkenswerten Musikbildungsprojekt, das in zirka 2000 Schulen und Einrichtungen durchgeführt wird. Musik schaffe lebendige Gemeinschaft und überwinde Grenzen. Es führe zu einem kreativen Miteinander, betont der Bildungsminister Ludwig Spaenle, der sich bei der Eröffnung im Jahr 2015 selbst von der Begeisterung der Kinder anstecken ließ.

Auch in Haag war die Begeisterung groß, als die Schüler der zweiten Schulklassen die Vorschulkinder des Haager Gemeindekindergartens musikalisch begrüßten. Lehrerin Martina Tanzhaus hatte die Vorschulkinder zum Singen eingeladen, weil man jede Möglichkeit nutzen wolle, die Kooperation Schule und Kindergarten zu pflegen, so Katharina Treutter.

Zum musikalischen Auftakt spielte ein Flöten-Ensemble, begleitet von Lehrerin Irmgard Prüger an der Gitarre, ein Vorspiel zu einem Kinderlied, das von den Vorschulkindern und den Schulkindern erraten werden sollte. Für die Schulkinder war das Musik-Rätsel leicht zu lösen. Denn das erste Lied hieß: „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder: den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter“. Dazu durften die Kids dann im Takt in die Luft springen und kräftig mit klatschen. Bei dem Lied: „Ich lieb den Frühling“ ging es um einen einfachen Kehrvers, den auch die Vorschulkinder fleißig mitsangen. Ihre bereits gelernten Englischkenntnisse präsentierten die Zweitklässler, als sie „I like the flowers“ sicher intonierten. Leicht zu erraten war dann von allen Beteiligten nach dem vorangegangenen Flötenvorspiel „Der Kuckuck und der Esel, die hatten einen Streit“.

Verabschiedet wurden die kleinen Gäste zum Schluss mit den Kehrversen „Kikeriki“ und dem „Sprungbrettl“. Die Leiterin des musikalischen Vormittages, Irmgard Prüger, betonte die Vorteile des gemeinsamen Musizierens, das bei den Kindern das Durchhaltevermögen stärke, damit sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln können.

Wolfram Riedel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Es wird „Fresch“ in Lerchenfeld
3640 Einsendungen gab es, rund 2500 verschiedene Vorschläge wurden eingereicht. Und wie heißt das neue Hallen- und Freibad in Freising jetzt? Die Antwort: „Fresch“. Und …
Es wird „Fresch“ in Lerchenfeld
Emotionen, Empörung, Einigkeit
Provokante Fragen, scharfe Widerworte, Zwischenrufe, aber auch Beifall und Anerkennung gab es bei der Podiumsdiskussion „Das Kreuz vor der Wahl“. Eine spannende Debatte …
Emotionen, Empörung, Einigkeit
Ein „Leuchtturm“ mit mehr Platz und Komfort
Es ist so etwas wie die Keimzelle der Lebenshilfe Freising: das Hermann-Altmann-Haus in Freising, das erste Wohnhaus der Lebenshilfe. Jetzt ist aus der Keimzelle der …
Ein „Leuchtturm“ mit mehr Platz und Komfort
Große Suchaktion: 20-Jähriger auf Technoparty vermisst 
Eine Suchaktion startete kurz nach 6 Uhr in der Nähe von Grünseiboldsdorf. Dort wurde bei einer Technoparty an der Isar ein Moosburger (20) vermisst.
Große Suchaktion: 20-Jähriger auf Technoparty vermisst 

Kommentare