Zwei Haftbefehle

Flughafen: Mutmaßlicher Kopf einer Schleuserbande gefasst

Der mutmaßliche Kopf einer Schleuserbande wurde am Münchner Flughafen gefasst. Der gebürtige Bremerhavener kam aus der Türkei nach Deutschland - und ging der Bundespolizei am Flughafen ins Netz.

Flughafen Er war als letztes Mitglied einer Schleuserbande noch auf freiem Fuß – seine Komplizen sitzen alle bereits in Haft. Am Montag klickten auch bei dem Türken die Handschellen. Bundespolizisten haben ihn wegen seiner Schleusertätigkeit und zudem wegen einer Verurteilung nach einer Körperverletzung festgenommen, als sie den 42-Jährigen am frühen Nachmittag bei seiner Einreise aus Antalya kontrollierten.

Der in Bremerhaven geborene türkische Staatsbürger hatte zwei Haftbefehle im Gepäck. Zum einen hatte er sich offensichtlich nach einer Verurteilung durch das Amtsgericht in Bremerhaven im letzten Jahr wegen Körperverletzung der Strafverfolgung entzogen. Die Behörden im Süden Deutschlands suchten zudem nach dem Mann mit Untersuchungshaftbefehl, weil er einer von mehreren Hauptverdächtigen in einem großen Ermittlungsverfahren der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in München ist. Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft Traunstein werfen dem Türken vor, führendes Mitglied einer Schleuserbande zu sein. Im Falle einer Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern erwarten den Mann mehrere Jahre Haft. Dies zumindest lässt sich aus den Urteilen seiner bereits verhafteten und verurteilten Komplizen schließen. Sie müssen je nach Art der Tatbeteiligung zwischen zwei und viereinhalb Jahren absitzen.

Jetzt ist der Türke also der Münchner Bundespolizei am Münchner Airport ins Netz gegangen. Nachdem Beamte ihn gestern Nachmittag bei seiner Ankunft aus Antalya festgenommen hatten, führten sie den 42-Jährigen der Haftrichterin in Erding vor. Auf Anordnung lieferten sie den Mann noch am späten Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt ein.

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