Unter den Leitplanken wurden Abdeckplatten montiert. Zudem weisen Pfeile auf gefährliche Kurven hin. Foto: FKN

FS8 nach tödlichen Unfällen weiter entschärft

Kirchdorf - Drei schwere Motorradunfälle Ende Mai auf der FS 8 bei Burghausen und Wippenhausen waren für die Unfallkommission des Landkreises Anlass genug: Es gibt neue Tempolimits, neue Leitplanken und verstärkte Polizeipräsenz.

Es waren schreckliche Schlagzeilen, die Ende Mai die Berichterstattung dominierten. Am vorletzten Wochenende des Monats verunglückten auf der Kreisstraße FS 8 zwischen Wippenhausen und Burghausen (Kirchdorf) drei Motorradfahrer schwer. Dabei starben zwei 52-Jährige, zwei weitere Fahrer (27 und 67 Jahre) wurden schwer verletzt. Mit Auslöser für die fatalen Unfälle war laut Freisings Polizei-Chef Ernst Neuner „nicht angepasste Geschwindigkeit“. „Ohnehin ist die FS 8 als Rennstrecke bekannt.“ Und er betont: Die Unfallkommission des Landkreises Freising, bestehend aus Polizeibeamten und Vertretern des Landkreises, habe nicht nur reagiert, weil etwas passiert sei. Dieser Kreis tagt regelmäßig. Und dabei war die FS 8 stets im Fokus.“

Die Kommission schnürte ein Gesamtpaket zur weiteren Entschärfung des Unfallbrennpunkts. Und das wurde prompt umgesetzt. Neuner: „Gestern war ich unterwegs und bin die Strecke abgefahren. Die Maßnahmen sind alle abgeschlossen.“ So wurde der Bereich der FS 8 im Wippenhauser Holz in beiden Richtungen auf 70 km/h beschränkt und das Warnzeichen „Gefährliche Strecke“ installiert. Im Bereich des Burghauser Bergs reduzierten die Verantwortlichen die zulässige Höchstgeschwindigkeit zwischen Wippenhausen und Burghausen auf 60 km/h mit Zusatzzeichen „Gefährliche Strecke“ in beiden Fahrtrichtungen.

Zudem installierte eine Fachfirma an den bestehenden Schutzplanken am Burghauser Berg bis zur Amperbrücke bei Kirchdorf beidseitig Kurvenrichtungstafeln in den Farben rot und gelb. Den Abschluss der Nachrüstung bildete der Unterfahrschutz - eine Abdeckung unter den Leitplanken: „So kann niemand mehr unter die Planken rutschen und sich verletzen“, sagt Ernst Neuner.

Die Kosten für das Maßnahmenpaket liegen bei 20 000 Euro. Doch das alles nutzt nichts ohne Kontakte: „Wir werden dort, wie schon die Wochen zuvor, verstärkt präsent sein“, betont der PI-Chef. „Mehr Sicherheit geht nicht mehr. Jetzt ist die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer gefragt.“

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