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Lange Warteschlange in der Anton-Vitzthum-Grundschule

Nach Zugunglück von Bad Aibling: Viele Moosburger spenden Blut

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Moosburg - Schon bevor es überhaupt losging, bildete sich eine lange Warteschlange: Zur Blutspende-Aktion an der Anton-Vitzthum-Grundschule zog es in den Nachmittagsstunden ungewöhnlich viele Moosburger.

Über diverse Medien hatte der Blutspendedienst München in den vergangenen Tagen dazu appelliert, zu einem seiner Landkreistermine zu kommen – was viele auch taten. Einige von ihnen gehörten zum Stamm-Klientel, doch viele waren auch einem Aufruf gefolgt, wonach wegen des Zugunglücks von Bad Aibling derzeit die Blutkonserven ausgingen und dringend Nachschub benötigt werde. Über 8000 Mal wurde allein der Post der Organisation bei Facebook geteilt. Und es blieb nicht nur bei ein paar bequemen Online-Klicks: In und um die Dreirosenstadt wollten zahlreiche Bürger etwas zur Bewältigung der Katastrophe beitragen – und strömten ins Schulgebäude.

„Ich bin überrascht, dass so viele heute gekommen sind“, sagt Ärztin Dr. Isabel Peschke-Riedl, als sie im Treppenhaus der Grundschule steht und immer wieder zur Seite weichen muss, weil die Warteschlange weiter anwächst. Wenige Minuten, nachdem die Pforten geöffnet wurden, stehen bereits knapp 40 Personen vor dem Anmeldebüro. „Das sind schon deutlich mehr als üblich“, sagt Peschke-Riedl, die jetzt seit 30 Jahren dabei ist.

AUFRUF zum Blutspenden nach Zugunglück im Landkreis Rosenheim!Aufgrund des tragischen Zugunglücks im Landkreis...

Posted by Blutspendedienst München on Dienstag, 9. Februar 2016

Das Team aus sechs Krankenschwestern, zwei Ärzten und drei Logistikern könne etwa 180 Spenden pro Tag aufnehmen, dann sei die Kapazitätsgrenze erreicht. „Teilweise müssen die Leute sehr lange warten und gehen dann wieder unverrichteter Dinge.“ Auch im Innendienst an der Dachauer Straße in München seien laut Peschke-Riedl in den vergangenen Tagen immer wieder frühzeitig die Tore geschlossen worden, weil nach der Berichterstattung über das Zugunglück der Andrang zu groß wurde. „Da kamen bis zu 300 Spender pro Tag. Die Leute wollen halt etwas tun.“ Sagt die Frau mit dem weißen Kittel und muss wieder zurück an die Arbeit.

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