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Die ganze Berufswelt, im MAC versammelt: Europas größte überdachte Freifläche war am Freitagabend die Bühne der Nacht der Ausbildung, bei der sich 23 Unternehmen mit 55 Lehrberufen präsentierten.

Nacht der Ausbildung am Flughafen

Auf der Startbahn der beruflichen Karriere

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Flughafen - Von A wie AOK bis Z wie Zoll – wer am Freitagabend am Münchner Flughafen auf der Suche nach seinem Traumjob war, der konnte eigentlich nicht leer ausgehen. Die Nacht der Ausbildung wurde zu einem vollen Erfolg – trotz kühler Temperaturen.

Eisigen Wind sind die Unternehmen in der Flughafenregion gewohnt: 30 Prozent der Lehrstellen konnten zu Beginn des Ausbildungsjahres nicht besetzt werden. Diese „alarmierende Zahl“ nannte Theresa Fleidl, Leiterin Konzernausbildung der FMG, bei der Eröffnung der Nacht der Ausbildung. Nicht eisiger, aber ein recht frischer Wind wehte den Unternehmen auch am Freitagabend im München Airport Center entgegen. Das Wetter meinte es nicht gerade gut mit den 23 Unternehmen auf dem Airport-Campus, die 55 Ausbildungsberufe vorstellten.

Und dennoch war das MAC vom Start weg gut besucht. Die Veranstalter rechneten mit rund 3000 Besuchern, darunter auch Jugendliche aus zwei Flüchtlingsklassen der Erdinger Berufsschule. Fleidl riet den jungen Gästen, den direkten Kontakt zu suchen. „Den kann kein Internet und keine Jobbörse ersetzen.“ Die Berufe rund um den Flughafen präsentierten sich hautnah: An den Ständen lernten die Azubis und Mitarbeiter nicht nur ihre künftigen Chefs kennen, sondern konnten auch junge Angestellte nach ihren ersten Erfahrungen befragen. Zudem gab es geführte Touren etwa durch die Hotels, die Shops oder hinter die Kulissen der Flughafensicherheit. Wer sich einen noch größeren Überblick verschaffen wollte, buchte einfach eine Gratis-Besucherrundfahrt.

Für Robert Scharpf, Generalbevollmächtigter und Personalchef der FMG, gab es keinen Zweifel: „Die Faszination Flughafen ist weiter ungebrochen.“ 2011 seien 1100 Bewerbungen eingegangen, fünf Jahre später habe sich die Zahl verdoppelt. „Angesichts des demografischen Wandels ist das schon sehr außergewöhnlich.“ 500 Unternehmen seien am Campus vertreten. „Die Nacht der Ausbildung ist das Schaufenster der Arbeitswelt Airport“, so Scharpf. Arbeitsplätze hier seien sicher. „Auf eine Million zusätzlicher Fluggäste kommen 700 bis 1000 Jobs“, rechnete der Manager vor.

Einen davon schnappt sich vielleicht Nathalie Asthoff. Die 21-Jährige aus Heldenstein macht zwar gerade eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketing-Kommunikation. „Ich bin hier, weil ich überlege, danach ein Duales Studium anzutreten.“ Luftverkehrsmanagement, das würde sie interessieren.

Vanessa Kressirer besucht die neunte Klasse der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding. Danach kann sich die Moosinningerin vorstellen, eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement anzutreten. Von der Nacht der Ausbildung hat die 15-Jährige in der Schule erfahren. Ihr gefallen die Stände.

Hanna Obermair aus Erding ist eigentlich nur ins MAC gekommen, um ihren Bruder zu begleiten. Die 14-jährige Realschülerin würde später gerne Medizin studieren. Dazu findet sich hier nichts. Umsonst war der Besuch dennoch nicht: „Chemielaborantin fand ich auch interessant.“

Bilder von der Nacht der Ausbildung am Flughafen München

Anna Kellerer und Alina Engel sind 15 Jahre alt und aus Dachau und Karlsfeld gekommen. Sie wissen, wohin die Reise gehen soll: „Wir wollen Polizistinnen werden.“ Informationen finden sie hier genug. Ihre Motive sind aufrichtig: Anna findet es gut, Menschen schützen zu können. Alina mag einen Job, wo ihre Hilfe gefragt ist. Am Stand erfahren sie, dass sie gute Chancen haben: „Wir stellen zurzeit so viele Beamte ein wie schon lange nicht mehr“, sagt der Berater.

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