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30 Grad und Extra-Spritzer beim Nandlstädter Johannimarkt

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Kleinkind und Mutter beim Johannimarkt in Nandlstadt
Die eineinhalb Jahre alte Hannah wird den Johannimarkt wohl so schnell nicht vergessen, bei dem sie mit neuem Spielzeug den Heimweg antreten durfte. © Hellerbrand

In Nandlstadt war am Sonntag viel geboten: Dort feierte man den Johannimarkt mit Marktfest, Gottesdienst und Radlsegnung.

Nandlstadt – Wie in Attenkirchen beim Hallertauer Bierfestival und bei der „Längsten Festtafel Bayerns“ in Moosburg, so hatte auch die Bevölkerung in Nandlstadt am Wochenende Grund zum Feiern – allerdings im etwas kleineren Rahmen: beim Johannimarkt am Sonntag. Ab 10 Uhr waren die Besucher auf den Beinen, um beim Gottesdienst, dem Marktfest und der Radlsegnung dabei zu sein.

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Allen voran rund 150 Gläubige, die mit Pfarrer Christian Kronthaler auf der Rathaus-Bühne den Gottesdienst feierten. Wem im Anschluss der Magen knurrte, der verköstigte sich auf den Bierbänken der gesperrten Marktstraße mit den kulinarischen Köstlichkeiten des Nandlstädter Kriegervereins: Rollbraten mit Kartoffelsalat, Steaks oder Käsegriller servierten die Mitglieder. Das Geschäft florierte, weshalb die Helfer um Vorsitzenden Martin Graf durchwegs ins Schwitzen gerieten.

Kinder auf Fahrrädern werden beim Johannimarkt Nandlstadt vom Dekan gesegnet
Mit Segen und Weihwasser schickte Pfarrer Stephan Rauscher die Radler auf den Weg nach Attenkirchen und wieder zurück. © Hellerbrand

Dies traf sicher auch für Pfarrer Stephan Rauscher zu. Der Geistliche, der zuvor in Attenkirchen die Bierfestival-Messe zelebriert hatte, flitzte im Anschluss nach Nandlstadt, um dort die Segnung der Radler vorzunehmen. Allerdings fast aufopferungsvoll, denn Rauscher hatte für diese Prozedur den dicken Rauchmantel umgehängt, was bei 30 Grad eine besondere Buße darstellte. Doch der Dekan zeigte sich hart im Nehmen. „Gib uns die Kraft, im Straßenverkehr allseits verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll zu sein“, schickte Rauscher die Teilnehmer des Stadtradelns in Richtung Attenkirchen auf den Weg.

Hochprozentige Belohnung in Attenkirchen

Zum Segen bekamen die rund 30 Pedalritter auch jede Menge Weihwasser auf ihre Radlhelme gespritzt. Die übrigen Besucher an den Tischen, die Musiker der Kapelle Maschant sowie Bürgermeister Gerhard Betz bekamen „Extra-Spritzer“ des Dekans, der sich nicht nur beim Weihwasser freigiebig zeigte: Alle Radler bekämen in Attenkirchen ein Glaserl Schnaps am Pfarrhof, um dann für die Rückfahrt gestärkt zu sein, kündigte er an.

Männer am Wurst-Grill in Nandlstadt
Eifrige Brutzler: Norbert Spona (l.) und Jens Heller (r.) vom Kriegerverein. © Hellerbrand

Während die einen davonradelten, kam die Rentnerband um Stabführer Erwin Zischka, die herrliche Spielmannszugklänge auftischte. Ansonsten hielt sich das Markttreiben in Grenzen und beschränkte sich auf rund zehn Fieranten sowie ein halbes Dutzend Flohmarktstände. Neben dem Info-Stand zum Thema Car-Sharing hatten auch ein paar Nandlstädter Betriebsinhaber ihre Ladentüren geöffnet oder ihr Geschäft nach draußen verlegt, um Präsenz zu zeigen.
Martin Hellerbrand

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